Weil mehr geht: GRÜNE im Bezirksausschuss 9 wieder stark vertreten

Die größte Fraktion eines Münchner Bezirksausschuss sitzt in Neuhausen-Nymphenburg und hat 14 Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Die Fraktion will in den kommenden Jahren den Stadtteil weiter so gestalten, dass er lebenswert bleibt und nachhaltiger wird.

Nachdem bereits 2020 die GRÜNEN die Wahlen zum Bezirksausschuss 9 (BA9) deutlich gewonnen haben, wiederholte sich dieser klare Wahlsieg auch am 8. März 2026. Das spiegelt sich nun auch in der Besetzung der Ämter wieder. Dazu die neu gewählte Fraktionssprecherin Gabriele Werth: „Ich freue mich sehr, dass so viele Wähler*nnen den GRÜNEN erneut ihr Vertrauen geschenkt haben und wir wieder mit einer starken Fraktion im Bezirksausschuss vertreten sind. In den kommenden sechs Jahren wollen wir weiterhin aktiv daran arbeiten, Neuhausen-Nymphenburg sozial, ökologisch und lebenswert zu erhalten und weiterzuentwickeln – mit einem offenen Ohr für die Bürger*innen und einem konstruktiven Blick auf gute Lösungen für unseren Stadtteil.“

Der BA-Vorsitz ist bereits seit 2014 in grüner Hand. Das starke Wahlergebnis von Leonie Lobinger, die münchenweit die meisten Stimmen bei einer BA-Wahl erhielt (19.198 Stimmen), führte folgerichtig zu ihrer erneuten Wahl als BA-Vorsitzende. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen. In den kommenden sechs Jahren möchte ich die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den demokratischen Parteien im Bezirksausschuss fortsetzen. Mir ist wichtig, dass wir im respektvollen Miteinander, sachlich und mit Blick auf die Menschen gute Lösungen für unser schönes Viertel Neuhausen-Nymphenburg finden.“. Leonie erhielt 37 von ingsesamt 38 gültigen Stimmen.

Der Unterausschuss (UA) Mobilität, vormals UA Verkehr, wird ebenfalls von einem Mitglied der grünen Fraktion geführt. Martin Züchner, auch Vorsitzender des grünen Ortsverbands, sitzt bereits seit 2020 im UA: „Es ist unsere Aufgabe, dass wir Mobilität weiter nachhaltig denken. Dabei möchte ich dafür sorgen, dass wir nicht in ideologischen Ecken sitzen, sondern gemeinsam, für den Stadtteil, die besten Lösungen aushandeln.“Eine weitere Konstante ist der UA Umwelt- und Klimaschutz. Er wird nun geleitet durch Christina Widmann, die neu in den BA9 gewählt wurde: „Gemeinsam mit den Mitgliedern des UA Umwelt setze ich mich dafür ein, die Vielfalt unserer Tier-und Pflanzenwelt dauerhaft zu schützen und unser grünes Viertel zu erhalten.“

Der BA kann in eigener Verantwortung über das Stadtbezirksbudget entscheiden. Die meisten Mittel davon fließen in Kulturprojekte vor Ort und werden über den Unterausschuss Kultur verteilt. Mit Fabian Norden leitet nun ein, in der Szene vernetztes Mitglied der grünen Fraktion diesen Unterausschuss. „In der Kultur spiegelt sich das Leben der Menschen. Im Stadtteil wollen wir den vielfältigen kreativen Ideen und Projekten Raum geben, die unseren Alltag prägen – von der Theaterproduktion mit Jugendlichen, über Konzerte, szenischer Lesung, Programmkino bis zur Performance oder Gestaltung im öffentlichen Raum.“, so Fabian Norden.

Als stellvertretende Vorsitzende wurden von den GRÜNEN Carola Zankl im UA Bildung, Sport und Gesundheit sowie Saiyed Shah im UA Soziales, Integration und Wohnen gewählt.

Als Beauftragte wurden ernannt: Barbara Lipp (Kinder), Gabriele Werth (Senior*innen), Laura Eras (Gegen Rechtextremismus), Martin Züchner (Digitales und Internet), Sonja Altmann-Zehetbauer (Menschen mit Behinderung) und Simone Lantin (Schulwegsicherheit).

München steht nicht nur finanziell vor großen Herausforderungen. Für die kommenden sechs Jahre erhofft sich die grüne Fraktion mehr Pragmatismus und ein Denken im Rahmen der Möglichkeiten seitens der Verwaltung. Oft scheiterten in der Vergangenheit Projekte daran, Bedenken statt Chancen und Mut im Fokus zu haben. Besonders der neue grüne Oberbürgermeister Dominik Krause kann diese Neuausrichtung gestalten.

Diese Projekte stehen aus grüner Sicht dabei im Fokus: die Umsetzung des Paketpostareals, die Weiterentwicklung des Rotkreuzplatzes, die Schaffung von Orten für Jugendliche und Senioren, die sanfte Entwicklung des Kreativquartiers, mehr (grüne) Schattenplätze und Trinkbrunnen, die Schulwegsicherheit, der Kampf für ein Altenservicezentrum an der Arnulfstraße sowie die Einrichtung von Fahrradstraßen oder Radspuren an wichtigen Hauptrouten.

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