Grüne im BA 18 Untergiesing – Harlaching

Klimaschutz, Verkehrswende, Kitaplätze, Pflegeplätze, Baum- und Naturschutz – dafür sorgen wir mit einer starken Grünen Fraktion in unserem Viertel. Wir gehen sorgsam mit natürlichen Ressourcen um und bauen umweltverträgliche, barrierefreie und bedarfsgerechte Alternativen zum Auto aus – für die Sicherheit unserer Kinder und saubere Luft. Wir schützen Grünflächen und Sauerstoff spendende Bäume. Wir sagen „Ja“ zum weiteren Ausbau von pädagogischen Angeboten und Pflegeinfrastruktur und zu einer gesunden Entwicklung von lokaler, nachhaltiger Wirtschaft und Kultur.

Der Bezirksausschuß 18 tagt jeden zweiten Dienstag im Monat um 19:30 in der Gaststätte Gartenstadt, Naupliastraße 2, 81547 München

WO WIR GRÜNE ANSETZEN

Menschengerechte Mobilität – für mehr Lebensqualität

» Raum für Fuß- und Radverkehr

» ÖPNV für den Tierpark statt Parkhaus

» Neue S-Bahn-Halte Menterschwaige und Südring-Station Kolumbusplatz

» Öffnung Braunauer Eisenbahnbrücke für Fuß/Radverkehr

Natur- und Klimaschutz – 24/7 for Future

» Priorität für Baumschutz und Neuanpflanzungen

» Naturschutz in den Isarauen plus Erhalt als Naherholungsgebiet

» Schutz der Frischluftschneisen

» Weiterentwicklung Perlacher Forst zum Mischwald

Vielfältige Stadtgesellschaft – miteinander leben

» Bürgerbeteiligung und Mobilitäts-/Lärmschutzkonzept für ein Grünwalder Stadion mit 18.060 Plätzen

» Nachbarschaftstreffs und Treffpunkte für Jugendliche

» Realisierung Neugestaltung Wettersteinplatz

Bildung & Gesundheit – jetzt für morgen handeln

» Dauerhafte Erweiterungsbauten für Schulen mit Raumbedarf (u.a. Theodolinden-Gymnasium, Rotbuchenschule)

» Freihalten von Grünflächen für Sport und Spiel

» Bürgernahe Begleitung der Umstrukturierung am Klinikum Harlaching

Bezirksausschuss Stadtbezirk 18

Untergiesing – Harlaching

21. Mai 2021

Grüne im BA 18 beantragen Flächenumwidmung, um Sitzplätze zu ermöglichen

Wird das Kiosk-Café am Hans-Mielich-Platz doch noch gerettet?

Untergiesing, 19.5.2021. Die Ablehnung eines Kiosks mit Sitzplätzen an der Nordseite des Hans-Mielich-Platzes durch das Kreisverwaltungsreferat schien dem Wunsch des Bezirksausschusses sowie vieler Bürger*innen ein Ende gesetzt zu haben. Auf Antrag der Grünen Fraktion gibt es nun möglicherweise doch wieder eine Perspektive:

Der BA18 hat gestern einstimmig eine Flächenumwidmung und damit die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen für die Kiosk-Genehmigung beantragt und bedauert sehr die lange Verzögerung aufgrund von letztendlich formalen Hürden.
Die angedachte Fläche an der Nordseite des Hans-Mielich-Platzes ist öffentliche Verkehrsfläche, auf der der Betrieb von Gaststätten nicht zulässig ist. Mit der jetzt von den Grünen angeregten Umwidmung der als Fußgängerzone gewidmeten Fläche in städtischen Grund würde ein Kiosk mit Sitzplätzen jedoch genehmigungsfähig.

Ein Kiosk mit Vor-Ort-Verzehr von Speisen auf dem Hans-Mielich-Platz wäre ein weiteres attraktives Angebot als Treffpunkt für die Anwohner*innen und alle Einwohner*innen von Untergiesing – von jungen Familien bis beispielsweise zu Bewohner*innen des nahen Altenheims St. Franziskus. Auch der Bereich rund um das Schachbrett würde harmonischer einbezogen werden – der Hans-Mielich-Platz würde ein Treffpunkt für Alle, an dem niemand ausgegrenzt wird. „Der kleine Café-Kiosk im Tagesbetrieb würde den Platz beleben, die Aufenthaltsqualität erhöhen, architektonisch abrunden und den Ruf Münchens als ‚nördlichste Stadt Italiens‘ gerecht werden“, so Dietlind Alber, Fraktionssprecherin der Grünen im BA 18.

6. Mai 2021

Intelligentes Parkticketsystem am Tierpark

In der Sitzung des Bezirksausschusses 18 am 22. April 2021 wurde einstimmig ein Antrag unserer Grünen-Fraktion beschlossen, für den Tierpark Hellabrunn zeitnah eine niederschwellige, unbürokratische, digitale Lösung zur Vergabe von Eintritts- und Parktickets zu entwickeln und umzusetzen. Das Ziel: eine intelligente Verkehrssteuerung zur Entlastung der Anlieger vom hohen Parksuchverkehr zu Stoßzeiten.

Vor allem an Wochenenden kommt es ja bekanntlich besonders bei schönem Wetter rund um den Tierpark regelmäßig zu hohem Verkehrsaufkommen und Staubildung an den Einfahrten zu den Parkplätzen. Das Problem belastet die Anlieger seit Jahren und war zuletzt 2015 Gegenstand eines ausführlichen Verkehrsgutachtens.

Der BA 18 sieht in der coronabedingten Beschleunigung des Angebots zur Internetbuchung von Eintrittstickets auch für den Tierpark eine große Chance, dieses Problem schnell und ohne hohen Investitionsbedarf in den Griff zu bekommen. Denn über digitale Buchungssysteme könnte nicht nur das Besucheraufkommen im Tierpark gesteuert und begrenzt werden, sondern auch die Auslastung der vorhandenen Parkplatzflächen.

Auf diese Weise könnten sich die Besucher*innen über die Parkplatz-Verfügbarkeit zum gewünschten Besuchstermin vorab informieren und online zusammen mit ihrem Eintrittsticket einen Parkplatz buchen. Weniger Leute würden „auf gut Glück“ losfahren und versuchen, in der Umgebung des Tierparks einen Parkplatz zu finden. Damit würde auch endlich die zentrale Empfehlung des Verkehrsgutachtens aus dem Jahr 2015 für ein dynamisches Verkehrs- und Parkleitsystem aufgegriffen.

Vorgeschlagen werden unter anderem:

  • Echtzeit-Statusanzeige auf der Webseite von Hellabrunn
  • Vergabe von Eintritts- und Parktickets für feste Zeitfenster
  • Eintrittstickets inklusive MVV-Nutzung
  • Shuttle-Service für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Senior*innen

Zudem wurde beantragt, dass die Parkraumüberwachung im Bereich der Schönstraße auch sonntags regelmäßig erfolgen soll, was in anderen Parklizenzgebieten ja nicht der Fall ist.

17. April 2021

Artenreiche Grünflächen für Harlaching

Ökologisch hochwertige Obststreuwiesen anlegen und Wildblumenwiesen schaffen! Die grüne Fraktion im Bezirksausschuss (BA) 18 beantragt für die BA-Sitzung am 20. April 2021, dass ausgewählte öffentliche Flächen durch das Baureferat Gartenbau naturnah umgestaltet werden. Das ist gut für den Artenschutz und macht zentrale Grünflächen zugleich attraktiver – ein klarer Wunsch der Bürger*innen. Die Aufwertungen sollen durch Umwandlung bestehender Rasenflächen in artenreiche, nachhaltige Grünflächen für Flora und Fauna in der Stadt erfolgen.

Ziel ist es, nach gemeinsamer Begehung und einer Bestandsaufnahme der vorhandenen Flächen Zonen für verschiedene Nutzungen mit artenschutzrelevanten „Inseln“ zu gestalten und zu schaffen.  Als konkrete Standorte im Bezirk wurden Grünflächen u. a. um Wettersteinplatz, St.-Quirin-Platz, Säbener Platz, Hallenbad und Kuntersweg vorgeschlagen. Ergänzt werden kann die Maßnahme durch Insektenhäuser oder Nistkästen für unterschiedliche Tierarten. Generell wäre es auch wünschenswert, ausgewählte Wiesenbereiche nur ein bis zweimal im Jahr zu mähen, um die Artenvielfalt zu sichern.

Parallel zu dieser Initiative hat die grüne Landtagsabgeordnete Gülseren Demirel gemeinsam mit den Baumbeauftragten des BA 18 symbolisch einen Zwetschgenbaum als Botschafter für den Erhalt der Obstbäume im Viertel gepflanzt und erklärt dazu:

„Zusammen mit den Grünen im Bayerischen Landtag fordere ich den Schutz von Streuobstwiesen auch für eine Stammhöhe unter 1,80 Meter. Jährlich werden in Bayern rund 100.000 Streuobstbäume gefällt. Dies muss die Staatsregierung verhindern. Schließlich sind Streuobstwiesen und jeder Obstbaum ein Paradies für gefährdete Insekten und Vögel. Die Obstbäume sind fester Bestandteil unserer bayerischen Kulturlandschaft und beleben auch unsere Stadtgärten. Zusammen mit den Kommunalpolitiker*innen möchte ich mich so nicht nur bei den privaten Gärtner*innen in Harlaching und Untergiesing für das vermehrte Pflanzen und den Schutz gerade von Obstbäumen einsetzen.“

Mehr dazu unter https://guelseren.de/2021/03/29/eine-zwetschge-als-botschafterin-fuer-den-erhalt-der-obstbaeume-in-unserem-viertel/

12. März 2021

Grüne Fraktion im BA18 reicht Antrag ein

Freifahrtschein Falschparken beenden

Schutz Fußgäner & Radfahrer

Die Grüne Fraktion hat heute einen Antrag für die April-Sitzung des Bezirksausschuss 18 eingereicht, dass das Kreisverwaltungsreferat umgehend wieder eine Parkraumüberwachung im Stadtbezirk, besonders in Untergiesing durchführt und Parkverstöße konsequent ahndet. Das Ziel: Die zunehmende Gefährdung von Fußgänger*innen und Radfahrer*innen beenden.

Seit Mitte Dezember 2020 beschränkt sich die Kommunale Verkehrsüberwachung laut KVR auf „schwerwiegende Verstöße“ – es wird keine bzw. nur noch eine sehr eingeschränkte Parkraumüberwachung durchgeführt. Bestenfalls zugeparkte Rettungswege und Gehwegparker, die Fußgänger „stark beeinträchtigen“, werden geahndet.

Seither nehmen auch in Untergiesing die Parkverstöße wie das Parken auf Rad- und Gehwegen immer weiter zu – beispielsweise auf der Verkehrsinsel Claude-Lorrain-Straße, vor der Feuerwehreinfahrt Schyrenbad, im Kreuzungsbereich in der Hans-Mielich-Straße sowie auf dem dortigen Gehsteig, auf dem Gehweg Birkenau, auf den Geh-/Radwegen in der Pilgersheimer Straße u.v.m.

Das öffentlich bekannte und so kommunizierte Vorgehen des KVR sehen wir durchaus als Freifahrtschein für diese Untergiesinger Falschparker und geradezu als Einladung zum Parkverstoß. Dies gefährdet die schwächsten Verkehrsteilnehmer massiv und muss dringend ein Ende haben.

Max Scherer, Grünes BA-Mitglied & Initiator des Antrags

Laut KVR will man mit dem Vorgehen Berufsgruppen wie medizinisches Fachpersonal und Handwerker unterstützen. Auf die Bedürfnisse und die Sicherheit von Fußgänger*innen & Radfahrer*innen wird damit jedoch in keiner Weise Rücksicht genommen. Das KVR setzt hier aus Sicht der Grünen vollkommen falsche Anreize – und zwar definitiv auf Kosten der schwächsten Verkehrsteilnehmer*innen.

Für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen steigt durch das Vorgehen des KVR die Gefahr im Straßenverkehr erheblich:

  • Mangelnde Ahndung von Parkverstößen erhöht die Zahl der „Dooring-Unfälle“ enorm – 2020 gab es 135 solcher Unfälle infolge des Öffnens der Fahrertür, ohne auf von hinten kommende Radfahrer*innen zu achten.
  • Abbiegeunfälle waren die vergangen Jahre die häufigste Todesursache von Fahrradfahrer*innen und stellen auch für Fußgänger*innen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar – und zwar aufgrund von Sichtbeeinträchtigungen durch das Parken in Kurven.
  • Fußgänger*innen müssen vermehrt auf Radwege oder Fahrbahn ausweichen – eine Gefahr gerade für Kinder & ältere oder mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen.

Andere Städte wie Karlsruhe haben die Überwachung des ruhenden Verkehrs zum Schutz der Fußgänger*innen und Radfahrer*innen just verschärft – das KVR München sollte sich hier definitiv ein Beispiel nehmen.

Dietlind Alber, Fraktionssprecherin und Rad- & Fußverkehrsbeauftrage im BA 18

Details zum Karlsruher Vorgehen: https://bnn.de/karlsruhe/karlsruhe-stadt/karlsruhe-strenger-gegen-falschparker-neue-richtlinien-abschleppen-maerz-2021

24. Februar 2021

Umweltschonendes Streuen: Pilotversuch 2021/22

Winterdienst ohne Negativ-Folgen

In seiner Februar-Sitzung hat der Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching auf Initiative der Grünen Fraktion einen Pilotveruch für den kommenden Winter beantragt:

Es soll geprüft werden, inwieweit im Winterdienst in der Saison 2021/22 eine testweise Nutzung von Kaliumforminat anstatt chloridhaltiger Substanzen zum Streuen der Straßen und Wege verwendet werden kann. Angedacht ist dies für die Rad- und Fußwege im BA 18 sowie für die ökologisch sensiblen Bereichen wie die Isarauen und die Hochleite.

Millionen Tonnen an Streusalz (Natriumchlorid) und Splitt landen jeden Winter auf unseren Straßen und Zufahrten, auf Landeplätzen und Grünflächen – häufig übermäßig gestreut zu Lasten der Pflanzen, Tiere und Anwohner. Der Schaden für unsere Umwelt ist dabei immens.

Kaliumforminat, besser bekannt als Ameisensäure, ist ökologisch unbedenklich. Anders als Streusalz oder Splitt enthält Kaliumforminat kein Chlor und kein Salz und ist zu 100 % biologisch abbaubar. So ermöglicht es einen Winterdienst ohne Negativ-Folgen für die Umwelt – und ohne daraus resultierende Kosten.

Max Scherer, Grünes Mitglied im BA18 & Mit-Initiator des Antrags

Gerade die Folgen und die damit einhergehenden Kosten des Einsatzes von Streusalz sollten in dieser Abwägung mit berücksichtigt werden – Asphaltschäden, Baumschädigungen & Schäden an Grünanlagen und die Verunreinigung des Grundwassers sind nur einige davon.

Rein die Mehrkosten für Kaliumforminat waren Grund genug für die CSU, den Pilotversuch abzulehnen – ohne Berücksichtigung eben der eingesparten Folgekosten.

Das Fachportal für kommunale Entscheider hat den Einsatz von Streusalzalternativen bereits 2014 beworben: https://www.bauhof-online.de/d/auswirkungen-von-streusalz-auf-die-gesundheit-von-strassenbaeumen/

Beispielsweise die Stadt Kopenhagen und die Deutsche Bahn verwenden bereits Kaliumforminat zum Streuen ihrer Verkehrsflächen.

19. Januar 2021

BA 18 stimmt Dringlichkeitsantrag der Grünen Fraktion einstimmig zu

Corona-Pandemie & Bildung: Verteilung nach Gießkannen-Prinzip ungeeignet

Als Reaktion auf den aktuellen Lockdown und die sich daraus ergebene schwierige Situation der Schulen hat die Grüne Fraktion im BA18 einen Dringlichkeitsantrag eingereicht, dem in der BA-Sitzung am 19.1.2020 einstimmig zugestimmt wurde: Von der Grundschule über die Mittelschule bis zum Gymnasium – alle Schulen mussten schnell und unbürokratisch mit Bildungs- und Schutzkonzepten auf die hohen Corona-Zahlen reagieren. Sie brauchen dafür die Sicherheit und Unterstützung, dass ihre Entscheidungen vom Referat für Bildung und Sport bzw. auch vom Kultusministerium abgesichert werden.

Die Bildungsbürokratie muss verstehen, dass jede Schule individuelle Maßnahmen entwickeln musste, um für ihre Schulfamilie die beste Lösung zu finden. Die Verteilung der technischen Hilfsmittel und Gelder nach dem Gießkannenprinzip und anhand der trägen Ausschreibungsverfahren passen oftmals nicht zur Realität vor Ort. Während die eine Schule einen zusätzlichen mobilen WLAN-Anschluss und Hilfe mit der Firewall braucht, ist der anderen Schulen mit einem zusätzlichen Kopier-Etat geholfen.

Verena Mohr – Grüne Initiatorin des Antrags

Die Schulen in Untergiesing-Harlaching haben frühzeitig bereits im letzten Jahr ihre Corona-Präventionsmaßnahmen ausgebaut und Konzepte für einen drohenden erneuten Lockdown entwickelt. Sie mussten schnell handeln, damit der Schutz und die Förderung greifen können – denn es hat sich gezeigt, dass alle zügig anlaufenden Maßnahmen helfen, die Corona- Infektionszahlen niedrig zu halten. Auch war es Ziel, bei einem erneuten Lockdown zu verhindern, dass Schüler*innen im Homeschooling von der Bildung abgeschnitten werden. Zusammen mit ihrer Grünen-Kollegin Julia Fitzner hatte Verena Mohr den Bedarf der Schulen im Stadtteil erfragt.

Einen Lockdown auf Kosten der Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen darf es kein zweites Mal geben.

Dr. Julia Fitzner, Grünes Mitglied im Unterausschuss Bildung & Soziales

Auch die Landeshauptstadt München und das Referat für Bildung und Sport haben ihrerseits sehr früh die Weichen für die Versorgung der Schulen gestellt. Dass es zu Versorgungsengpässen bei Großbestellungen während einer Pandemie kommt, konnte dennoch nicht verhindert werden.

Die Schulfamilien dürfen jedoch nicht dafür „bestraft“ werden, wenn sie unbürokratisch eigene Wege zur Bewältigung der Corona-Krise gehen, so Verena Mohr. „Vorgestreckte Ausgaben für CO2-Ampeln durch Fördervereine müssen erstattet werden – schließlich können die Schulen nichts dafür, wenn die staatlichen Fördermaßnahmen erst spät vor Ort ankommen.“Hier geht`s zum Antrag

7. Januar 2021

Offener Brief der Grünen Fraktion im BA 18

Initiative „Digitalisierung im Bezirksausschuss“

Nach den Empfehlungen für die Durchführung kommunaler Gremiensitzungen des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration vom 10.12.2020 müssen Abstimmungen im Bezirksausschuss sowie in deren Unterausschüssen weiterhin in physischer Präsenz durchgeführt werden. Bis heute sind reine online-Sitzungen nicht zulässig.

Ebenso wie viele andere Münchner Bezirksausschüsse ist hier auch die Grüne Fraktion im BA18 noch im Dezember aktiv geworden und hat in einem offenen Brief von der Landesebene gefordert, dringend das Digitalzeitalter einzuläuten.

Wir finden es äußerst problematisch, dass in der Pandemielage die Politiker*innen in den über 2.000 bayerischen Kommunen bei ihrer meist ehrenamtlichen Tätigkeit eher gebremst, als unterstützt werden.

Max Scherer, Initiator und Grünes Mitglied im BA 18

Dabei werden inzwischen Webinare mit mehreren hundert Teilnehmer*innen abgehalten, wie beispielsweise die jüngsten Stadtparteitage der Münchner Grünen. Die öffentliche Teilhabe im politischen Umfeld ist in Zeiten der Pandemie eher rückläufig. Nur ein Onlineangebot bietet die Möglichkeit, dass auch Menschen der Risikogruppe am politischen Leben in unserer Demokratie teilhaben können.

Viele Mitglieder im Bezirksausschuss 18 Untergiesing-Harlaching gehören einer Risikogruppe an, leben in Haushalten mit Menschen aus einer Risikogruppe oder arbeiten in sozialen Berufen mit Kontakt zu Menschen der Risikogruppe.

Dennoch müssen wir uns, ebenso wie bayernweit mehr als 25.000 Politiker*innen, auch im Jahr 2021 vermutlich weiterhin regelmäßig physisch treffen – und das in Zeiten der Pandemie und obwohl wir Politiker*innen doch auch Vorbild für die Bürger*innen sein sollten.

Offener Brief der Grünen Fraktion im BA 18
22.November 2020

Kurze Beine – kurze Wege

Neue Harlachinger Grundschule bekommt eine Außenfläche

Jubel bei den Grünen

Jubel bei den GRÜNEN im Bezirksausschuss 18 und eine gute Nachricht für die heute zweijährigen Harlachinger Kinder, die 2024 eingeschult werden: Die neue Grundschule auf dem Klinikgelände erhält zusätzlich zum Dach-Schulhof eine Außenfläche. Diese ist auch für „kurze“ Beine fußläufig erreichbar und der angedachte aufwendige Shuttle-Bus Service zum Sportunterricht ist endlich vom Tisch

Auf Initiative der Fraktion der GRÜNEN hatte der Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching in seiner Oktober-Sitzung für den Bau der zweiten Grundschule den Antrag gestellt, ergänzend zum Dach-Schulhof eine Außenfläche in die Master-Planung aufzunehmen. Damit sollen für die Schule langfristig Nutzungsrechte auf dem Außengelände des Klinikums gesichert werden. Diesem Antrag wurde nun am 19.11.2020 im Stadtrat mit deutlicher Mehrheit zugestimmt, lediglich die FDP und die Bayernpartei sprachen sich dagegen aus.

„Wir sind wirklich froh über diesen wichtigen Schritt im Sinne unserer Kinder, für die ab dem Schuljahr 20024/25 die neue Grundschule die Türen öffnen soll.

Der Stadtratsbeschluss trägt dem elementaren Grundbedürfnis von Kindern nach Bewegung und sportlicher Betätigung an der frischen Luft Rechnung. Die Außenfläche ist ein sehr wichtiger Baustein für die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder sowie für eine gute Schulgemeinschaft.“

Julia Fitzner, grünes Mitglied im Unterausschuss für Bildung und Soziales des BA 18

20. November 2020

Gesunde Raumluft in lokalen gemeinnützigen Einrichtungen

Geld für bessere Raumluft im BA 18

Über einen Nachtrags-Antrag für die November-Sitzung wurde eine Offensive der Grünen für gesunde Raumluft in lokalen gemeinnützigen Einrichtungen gestartet. So will man Engagement gerade auch für vulnerable Gruppen und ältere Jugendliche schützen und unterstützen. Der Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching reserviert nun 35.000 Euro aus dem Stadtviertelbudget für die Anschaffung von mobilen Raumluft-Reinigungsgeräten. Es sind Durchsatzgeräte mit Hochleistungs-Schwebstofffiltern (HEPA-Filterklassen H13 oder H14) angedacht.

Lediglich einige Vertreter*innen der CSU im BA18 stimmten dem Antrag nicht zu – nämlich mit dem Hinweis auf den fraglichen Nutzen derartiger Geräte.

Zur Wirksamkeit und Effizienz von Raumluftreininger-Geräten gibt es mittlerweile jedoch eindeutige Aussagen:

> Empfehlungen des Umwelt Bundesamtes

> Studie der Bundeswehr

18. November 2020

Busrouten neu denken – Grüne beantragen Busspur am oberen Rand des McGraw-Grabens

McGraw-Express: Im Bus am Stau vorbei

McGraw-Graben

„Die seit Jahren bekannte enorme Lärm- und Abgasbelastung am Mittleren Ring in Giesing und am McGraw-Graben erfordern dringend Taten. Eine schnelle öffentliche Verbindung als Alternative zum Auto könnte in dem staugeplagten Bereich Abhilfe schaffen.“

Marcus Kaiser, stv. Vorsitzender des UA „Mobilität & Verkehr“ im BA17

Erstmalig in der Geschichte der Giesinger Grünen haben daher ihre beiden Bezirksausschuss-Fraktionen gemeinsam einen Antrag gestellt

Auf grüne Initiative hin bitten einstimmig sowohl der BA 17 Obergiesing-Fasangarten als auch der BA 18 Untergiesing-Harlaching die Stadtverwaltung und die MVG jeweils, eine vom Landkreis München bereits vorgeschlagene Expressbuslinie (X220) von Putzbrunn über Unterhaching so bald als möglich umzusetzen.

Die beiden grünen Fraktion begründen ihren Vorstoß damit, dass die A995 und in deren weiterem Verlauf der Mittlere Ring v.a. im Berufsverkehr stark überlastet sind. Auch im 3. Quartal 2020 wurden die Grenzwerte für das giftige Abgas NO2 entlang des Mittleren Rings wieder überschritten. Die Lärmbelastung für die Giesingerinnen und Giesinger entlang der Strecke gehört zur höchsten Stufe. Dementsprechend soll der Expressbus dazu dienen, diese Strecke vom Autoverkehr zu entlasten.

Dabei wollen es die Grünen aber nicht belassen. Vielmehr soll die obere Fahrspur der Tegernseer Landstraße entlang des McGraw-Grabens in beide Richtungen so umgebaut werden, dass diese Strecke nur von Bussen sowie Fahrrädern befahren werden können. Die Grünen schlagen vor, dass der Expressbus an den folgenden, bereits bestehenden Haltestellen halten soll: Stadelheimer Straße, Sankt-Quirin-Platz und Tegernseer Landstraße.

„Wenn der Bus dort oben entlangfährt, hätte er de facto eine eigene Busspur. Entsprechend könnte er den häufig auftretenden Stau umfahren. Und vielleicht regt es den einen oder anderen Autofahrer an, auf den ÖPNV umzusteigen, wenn er im Stau steht und oben den Bus vorbeifahren sieht.“

Norbert Weigler, Vorsitzender des UA „Mobilität“ im BA 18

Damit der Bus die Strecke befahren kann, sind einige Umbauten notwendig. So muss bspw. durch Schranken oder versenkbare Poller sichergestellt werden, dass nur Busse die Route befahren können. Auch die brachliegende Fläche am Sankt-Quirin-Platz ist in eine Straße umzuwandeln.

„Mit dem Vorhaben könnte auch die Fahrtzeit der Buslinie 147 verkürzt werden. Dies ermöglicht evtl. eine Anbindung des Seniorenzentrums AWO Föhrenpark.“

Catharina Grabner, Mitglied im UA „Familie, Soziales, Ausbildung“ im BA 17

Grundsätzlich werden durch die neue Linie auch neue Verbindungen zwischen bestehenden Knoten im Münchener ÖPNV-Netz geschaffen, v.a. zwischen Sankt-Quirin-Platz und Tegernseer Landstraße. Darüber hinaus besteht an den vorgeschlagenen Haltestellen Umsteigemöglichkeit zu diversen Linien.

Ergänzender Antrag im BA 18: Verbesserte Anbindung Neuharlaching – Ostbahnhof

Zudem wurde auf Initiative der Grünen auch eine Verlängerung der Buslinie 220 über den Giesinger Bahnhof hinaus bis zum Ostbahnhof beantragt.
Dies würde die Anbindung von Neu-Harlaching an den Bahnhof erheblich verbessern und könnte damit mehr Menschen zum Umstieg auf den klimafreundichen ÖPNV motivieren.

„Wir brauchen dringend mehr Stadt-Umland-Busse um die Pendlerströme attraktiv, zuverlässig und verträglich bewältigen zu können. Das hier vorgelegte Konzept ist ein maßgeblicher Baustein hierzu, der durch eine direkte Anbindung der Potenziale und eine zügig befahrbare Linienführung besticht.“

Paul Bickelbacher von der Stadtratsfraktion Die Grünen – Rosa Liste

20. September 2020

Bezirksausschüsse 17 und 18 lehnen das Vorhaben ab

Kein Autobahn-Südring

Bild von: S. Hermann/F. Richter/Pixabay

Wie bereits der Bezirksausschuss (BA) Obergiesing-Fasangarten hat nun auch der BA Untergiesing-Harlaching in seiner Septembersitzung den Bau des Autobahn-Südrings mit der Mehrheit von Grünen und SPD abgelehnt.

„Für uns ist nicht nur der erhebliche Eingriff in eines der größten stadtnahen Forstgebietes nicht akzeptabel, wir teilen auch nicht die Illusion, dass durch den Südring der Verkehr im McGraw-Graben wesentlich reduziert werden könnte. In der Zeit der Verkehrswende wäre dieser Autobahnbau das falsche Signal.“

Norbert Weigler, Vorsitzender des Unterausschuss Mobilität im BA 18
25. Juli 2020

Bezirksausschuss 18 fordert konsequenten Ausbau von Photovoltaik vor Ort

Solar-Anlagen auf die Dächer im Viertel

Die Grünen im Bezirksausschuss 18 schlagen insgesamt acht mindestens 500 m² große Dachflächen in städtischem Besitz zur Nutzung für Photovoltaik-Anlagen vor: vom Flachdach des Schyrenbads über den AWM Betriebshof Süd bis hin zum Stadion an der Grünwalder Straße. Für den Antrag der grünen Fraktion im Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching gab es einstimmig und von allen Parteien „grünes Licht“.

Insgesamt haben die Grünen Dachflächen von 9.000 m² identifiziert. Der jährliche Stromertrag könnte damit etwa 850.000 kWh betragen, was dem Bedarf für mehr als 650 Personen entspricht. 

Das Interesse an Photovoltaik-Anlagen ist nach wie vor groß. Viele Münchner*innen möchten hier investieren, doch fehlt ihnen das eigene Dach. Ihnen bieten die Stadtwerke München mit den M-Solar Sonnenbausteinen eine Lösung: mit einem qualifizierten Nachrangdarlehen kann jede*r dazu beitragen, dass auf Münchens Dächern regionaler Ökostrom erzeugt wird. Allerdings herrscht bei den M-Solar Sonnenbausteinen Aufnahmestopp und man ist dringend auf der Suche nach weiteren Dachflächen. Hierzu Petra Jacobi vom Unterausschuss Umwelt und Klima: „Die großen Dachflächen in unserem Stadtteil könnten als weitere Solar-Flächen ökologisch sinnvoll genutzt und die Sonnenbausteine erweitert werden.“

Zudem möchten die örtlichen Grünen die Energiewende zukünftig auch mit kleineren Flächen vorantreiben. „Mit Photovoltaik-Anlagen lässt sich inzwischen am günstigsten Strom produzieren. Gerade auch in städtischen Gebieten gibt es enormes Potential, das wir nutzen sollten“ resümiert Max Scherer. „Dazu sollten die Regeln für kleine Anlagen dringend entbürokratisiert werden. Nur so kann die Solar-Technik wieder durchstarten und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz liefern.“ Hier geht es zum Antrag

„Auf den städtischen Dächern schlummert enormes ökonomisches und ökologisches Potential. Würden die Stadtwerke München nur eine der vorgeschlagenen Dachflächen mit Photovoltaik belegen, könnte man den durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von zehn vierköpfigen Familien vollständig decken.“ 

Max Scherer, Mitglied im Bezirksausschuss 18

06. Mai 2020

Politischer Neustart im Bezirksausschuss

Grün-rotes Bündnis: Sebastian Weisenburger wird Vorsitzender

Ein politischer Neustart zeichnet sich im Bezirksausschuss 18 (Untergiesing-Harlaching) ab. Die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD haben sich darauf geeinigt, in den kommenden sechs Jahren in Untergiesing-Harlaching zusammenzuarbeiten. Als neuen Bezirksausschuss-Vorsitzenden schlagen die beiden Partner den grünen Stadtrat Sebastian Weisenburger vor. Der 37-jährige gehört dem Bezirksausschuss – mit einer kurzen Unterbrechung – seit 2008 an. Die erste stellvertretende Vorsitzende soll Dr. Heike Kraemer von der SPD werden.
In partnerschaftlicher, harmonischer Atmosphäre einigten die Parteien sich nun auf die thematischen Schwerpunkte ebenso wie auf die Verteilung der Vorsitze in den sechs Unterausschüssen. Erwartungsgemäß wollen die GRÜNEN die Gremien für Mobilität und Verkehr, Umwelt und Klimaschutz sowie Budgetangelegenheiten leiten. Die SPD wird die Ausschüsse für Soziales, Gesundheit und Bildung sowie Kultur, Sport und Vereine übernehmen.

Dazu Julia Fitzner und Dietlind Alber, neu gewählte Sprecherinnen der grünen Fraktion:

„Mit 15 von 25 Sitzen werden wir Politik für alle Menschen in Untergiesing-Harlaching umsetzen. Wir freuen uns auf die Kooperation mit der SPD und die wertschätzende Arbeit mit allen demokratischen Parteien.“

Das grün-rote Bündnis plant:

  • mehr Kinderbetreuungsangebote und Verbesserungen in der Kinder- und Jugendarbeit inklusive regelmäßiger Kinder- und Jugendforen im Stadtviertel.
  • Ferner will man Senioren unterstützen, möglichst lange im gewohnten Wohnumfeld zu leben.
  • Weitere Ziele sind in der Verkehrspolitik die Verringerung des Autoverkehrs und Lärm- und Emissionsschutz beispielsweise an der Tegernseer Landstraße.
  • Auch für den Fuß- und Radverkehr wollen sich GRÜNE und SPD in der gerade begonnenen Wahlperiode stark machen.
  • Ebenfalls wird am Ausbau des städtischen Stadions an der Grünwalder Straße fest gehalten,  wo man aber in Zukunft auf  einen besseren Bürgerdialog setzen wird.
  • Hohe Priorität haben für beiden Parteien auch der Baumschutz und der klimatisch wichtige Erhalt von Bestandsbäumen.

Michael Sporrer, Fraktionssprecher der SPD, ergänzt:

„Mit diesem Bündnis wie auf Stadtebene sind wir sicher, gemeinsam sechs Jahre gute öko-soziale Politik zum Wohle des Stadtviertels machen zu können.“

Die konstituierende Sitzung des neuen Bezirksausschusses 18 findet am 14. Mai statt – coronabedingt im Alten Rathaus am Marienplatz.