Kritische Männlichkeit? – Das Schweigen der Männer und die Überwindung der Scham

Veranstalter: AK Feminismus

„Befreit die [linken] Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen“, so lautete vor mehr als 50 Jahren die deutliche Kampfansage feministischer Frauen an linke Männer.
Erschüttert und beschämt begannen einige daraufhin, sich kritisch mit ihrer eigenen Männlichkeit auseinander zu setzten, scheiterten aber letztendlich sich zu organisieren.
Seit einigen Jahren suchen nun wieder vor allem linke Männer die kritische Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Männlichkeit.

Es geht für Männer darum, ihre Scham zu überwinden, Verantwortung zu übernehmen und kritisch über die ihre Männlichkeit bzw. Männlichkeit in ihren Beziehungen nachzudenken – zu ihren Eltern und Geschwistern, zu Freund*innen, in Liebesbeziehungen, am Arbeitsplatz, in der politischen Arbeit und über die Generationen hinweg.
Wo erleben Männer Spannungen und wie gehen sie damit um? Können sie Scham empfinden?
Wie können sie ihr Schweigen brechen und mit anderen darüber reden?
Können sie die erlebte Schamabwehr selbst ausdrücken ohne auf geronnene Formulierungen zurückzugreifen, etwa dass „Jungs nicht weinen“ oder „es gleich eins in die Fresse gibt“?
Muss Männlichkeit immer „toxisch“ ausgedrückt werden?
Wie können Männer ihre verinnerlichte Sprachlosigkeit und Schamabwehr überwinden, damit sie Verantwortung übernehmen können?
Wo können wir Grünen geschlechterpolitische Räume schaffen, in denen persönlich und kritisch über Männlichkeit gesprochen werden kann?

Unsere drei Redner stellen euch hierzu das Konzept der „kritischen Männlichkeit“ vor und wir freuen über eine lebhafte Diskussion mit allen Teilnehmer*innen.

Einwahldaten:
Link für Computer, Tablet oder Smartphone:
https://www.gotomeet.me/grnmuc2/ak-feminismus-0120
Teilnahme via Telefon: +49 721 9881 4161
Zugangscode: 707-173-477