Präambel
Der Münchner Stadtbezirk 2, die Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, ist einer der beliebtesten und attraktivsten Stadtbezirke der Landeshauptstadt. Gelegen zwischen der innerstädtischen Isar und der Theresienhöhe, dem Hauptbahnhof und dem Schlachthof finden sich hier die meisten Hotelbetten Münchens, die meisten Kinosäle der Stadt, der wichtigste Verkehrsknotenpunkt der Stadt, das größte Volksfest und das größte technische Museum der Welt, das vielfältige Bahnhofsviertel, das queere Herz der Stadt zwischen Glockenbach und Gärtnerplatz, dörfliche Straßenzüge, Ruhe-Oasen wie der Alte Südfriedhof, Hochkultur am Gärtnerplatz und Subkultur auf dem Viehhofgelände. Viele Menschen und viele Nationalitäten arbeiten, wohnen und leben hier. Die gastronomische Vielfalt ist fast grenzenlos, und so pulsiert der Stadtbezirk nahezu 24 Stunden, sieben Tage die Woche.


Viele verschiedene Interessen treffen dabei aufeinander. Allen gerecht zu werden und dabei die großen Zukunftsaufgaben der Stadt wie Klimafolgeanpassung und den Erhalt von insbesondere bezahlbarem Wohnraum anzugehen, ist eine Aufgabe aller Menschen und all derjenigen, die sich in politische Verantwortung für München begeben. Wir wollen das erneut für Sie tun. Denn auf die zentralen Fragen haben wir die besten Antworten. Diese als Lösungen einzubringen und voranzutreiben sehen wir als unsere Kernaufgabe als Gremium, dass sich den Bürger*innen und ihren Anliegen widmet. Deswegen wollen wir mit Ihnen, den Menschen in unserem wunderbaren Stadtbezirk, in Kontakt bleiben und das Begonnene weiterführen: Verkehrsflächen gerecht aufteilen, Plätze neu gestalten, das Stadtklima verbessern, Grünflächen schaffen, kulturelle Vielfalt erhalten und unseren Beitrag leisten, dass sich alle Menschen bei uns wohlfühlen, Tag und Nacht.
→ zu unseren Kandidat*innen der Kommunalwahl 2026
Zukunftsorte und Lieblingsplätze
Viele Plätze in unserem Bezirk haben Potenziale für Neugestaltung, bei manchen ist es notwendig sie neu zu denken: Goetheplatz, Baldeplatz und Esperantoplatz wollen wir grüner, kühler, verkehrssicherer und attraktiver zum Verweilen gestalten. Wir haben einen langen Atem und Ideen, aus auto-orientierten Plätzen schöne Räume mit hoher Aufenthaltsqualität für alle zu schaffen, die gleichzeitig das Stadtklima verbessern und für frische Luft und Kühlung sorgen. Das schafft echte Lebensqualität!
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen auch in München Spaß daran haben, sich im Freien aufzuhalten. Dafür wollen wir Plätze schaffen, die kinder- und jugendgerecht gestaltet sind und konsumfreien Aufenthalt ermöglichen. Geschlechtergerechtigkeit denken wir dabei mit, denn meist werden Spielplätze und Erholungsflächen „männlich“ gedacht und konzipiert. Wir behalten die Bedürfnisse von Mädchen und Frauen im Blick, wenn es um öffentlich zugängliche Spiel- und Sportgeräte oder um Platzgestaltungen geht.
Aufenthaltsqualität verbessern bedeutet:
Begrünung und ausreichend Bänke zum Verweilen und Ausruhen. Wir setzen uns weiterhin für mehr Entsiegelungen unnötig asphaltierter Flächen ein, um Bäume, Sträucher und Wildblumenflächen zu schaffen und Zeit im öffentlich Raum attraktiv zu gestalten. Schattenplätze bieten Schutz und Abkühlung in Hitzeperioden, insbesondere für Senior*innen, Säuglinge und Kinder, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder anderen Beeinträchtigungen.
Plätze für Kinder und Jugendliche bedeuten:
Raum zur Entfaltung, zum Sport treiben, zum Spaß haben und ungestört sein. In einem der dichtest besiedelten Stadtbezirke der Stadt ist das Herausforderung und Notwendigkeit zugleich. An geeigneten Orten räumen wir daher der Aufenthaltsqualität für junge Menschen Vorrang ein. Das möchten wir zum Beispiel an der Südspitze der Theresienwiese ermöglichen.
Warum schaffen wir das? Weil wir auch das geschafft haben:
- Der Platz am Glockenbach ist rundum ein Platz zum Wohlfühlen mit Bänken, mehr Bäumen und sicheren Querungsmöglichkeiten.
- Der Holzplatz wird in den kommenden Jahren endgültig zu einem Mini-Park umgestaltet.
- Die kleine Park-Harfe am Alten Südfriedhof wird mit Bürger*innenbeteiligung zu einem konsumfreien Ort für insbesondere Jugendliche umgestaltet.
- Die renaturierte Isar gilt global als Vorbild für naturnahe Stadtgestaltung und Schaffung von Erholungsflächen.
- Rund um die Theresienwiese finden sich ein neuer Abenteuerspielplatz und Sport- und Fitnessgeräte für alle Geschlechter und Altersgruppen.
Verkehrssicherheit für alle!
Wie die meisten Städte wurde München einst autogerecht gestaltet. Auch wenn sich in unserem Bezirk bereits einiges verändert hat, ist der Verkehrsraum mancherorts immer noch eindeutig auf den Autoverkehr ausgelegt, und das am Rande der Innenstadt.
Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass Menschen überwiegend mit dem ÖPNV, zu Fuß oder mit dem Rad in unserer Stadt unterwegs sind. Dafür braucht es attraktive Angebote. Wo Radwege und Bürgersteige dem wachsenden Bedarf nicht gerecht werden oder gar fehlen, aber nötig sind, setzen wir uns für eine Neustrukturierung der vorhandenen Verkehrsfläche ein. Die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmenden muss mehr wiegen als Parkplätze oder mehrspurige Straßen für Autos. Für mobilitätseingeschränkte Personen ist Barrierefreiheit Voraussetzung für Teilhabe im öffentlichen Raum.
Mehr Sicherheit im Verkehr bedeutet:
Gerechte und sinnvolle Aufteilung der Verkehrsflächen, mehr Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger*innen, zum Beispiel an der Kapuzinerstraße, der Schwanthalerstraße und auf den Isarbrücken.
Mehr Sicherheit für Kinder, Senior*innen, Menschen mit Beeinträchtigungen durch breitere Gehwegflächen und sichere Straßenquerungen. Wo es nötig ist, fordern wir Temporeduzierung und sichere Fußgängerüberwege. So schaffen wir unseren Beitrag zur „Vision Zero“: Keine Verkehrstoten mehr in München. Andere Städte schaffen das, also auch wir!
Angebote schaffen bedeutet:
Jeder breite Bürgersteig macht das Zufußgehen angenehmer. Jeder echte Radweg macht das Radfahren attraktiver und sicherer. Und jeder Mobilitätspunkt, der mit Leih-Fahrrädern und Leih-E-Scootern ausgestattet ist, schafft Angebote für Menschen ohne eigenes Auto oder Fahrrad. Alle leisten einen wichtigen Beitrag zu einer lebenswerten und autoarmen Innenstadt. Jede Autofahrt weniger ist ein wichtiger Beitrag zu Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz. Und ein sicherer und gerecht aufgeteilter Verkehrsraum kommt am Ende auch dem Autoverkehr zugute. Dafür setzen wir uns ein.
Barrierefreiheit bedeutet:
Gehwege benötigen eine ausreichende Breite, damit Menschen mit Gehhilfen oder Rollstühlen sie leicht nutzen können. Durch Freischankflächen, quer abgestellte Fahrräder, gar Motorräder und E-Scooter blockierte Gehwege werden diesem Bedarf nicht gerecht. Feste Abstellflächen, die von Leih-Mobilitätsangeboten verpflichtend genutzt werden müssen sowie Fahrradabstellflächen schaffen hier Entlastung. Eine Restdurchgangsbreite von mindestens 1,80m (DIN-Norm) statt der üblichen 1,60m auf Gehflächen vor gastronomischen Betrieben halten wir für notwendig und setzen uns wo es möglich ist konsequent dafür ein. Wo Plätze neu gestaltet werden, muss die Nutzung von Menschen mit Beeinträchtigungen von Beginn an und mit höchster Priorität mitgedacht werden.
Warum schaffen wir das? Weil wir auch das geschafft haben:
- Die Lindwurmstraße wird an die Entwicklungszahlen der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden angepasst und entsprechend umgestaltet.
- Wir haben mit mehr als 1000 Fahrradabstellplätzen Bürgersteige von abgestellten Fahrrädern befreit und damit die Barrierefreiheit verbessert. Mobilitätspunkte an vielen Orten sorgen ebenfalls für aufgeräumte Gehwege und verlässliche Angebote von mietbarer Nahmobilität.
- Die Poccistraße erhält einen sicheren Radweg, um die einspurige und gemeinsame Nutzung durch Fahrräder, Bus und Autos zu entzerren.
- Bei erkennbarem Bedarf sorgen wir für Ladezonen und unterstützen somit die Nahversorgung im Viertel und das Handwerk.
- Sogenannte Gehwegnasen, also vorgezogene Bürgersteige, oft an Fahrradabstellplätze anschließend, sorgen für gute Sicht und sichere Straßenquerung, insbesondere für Kinder, Senior*innen und Menschen mit Beeinträchtigungen.
Klimaschutz schafft Sicherheit!
Die Auswirkungen des Klimawandels werden von Jahr zu Jahr spürbarer: Ob lange Hitzesommer, Rekordtemperaturen, heftige Unwetter und Starkregen. Sie alle sind Zeichen dafür, dass wir München widerstandsfähiger machen müssen, um resilient gegenüber Extremwetterereignisse zu sein. Lange Trockenperioden gefährden Bäume und Grünflächen. Wenn Regen fällt, wird dieser in zu großer Menge über die Kanalisation abgeführt, statt ihn im Grundwasser zu speichern wie ein Schwamm.
Unser Stadtbezirk gehört zu denjenigen mit dem geringsten Grünflächenanteil in München und ist enorm versiegelt, also asphaltiert. Um die Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt für die Zukunft fit zu machen, setzen wir auf echte, nachhaltige Klimaanpassung. Hitze stellt auch ein wachsendes Gesundheitsrisiko insbesondere für immer mehr ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit chronischen Erkrankungen dar.
Einen Beitrag zum Klimaschutz müssen alle leisten. Klimaschutz ist nicht irgendein Thema, er ist die Zentrale Herausforderung für alle Menschen. Wir nehmen den Auftrag ernst, denn Umwelt- und Klimaschutz ist Grüne DNA!
Das Stadtklima zukunftsfähig gestalten bedeutet:
Bäume, Bäume, Bäume! Sie sind die besten Investitionen in den Schutz der Stadt vor klimatischer Veränderung. Bäume kühlen, produzieren Sauerstoff, filtern die Luft von Schadstoffen, bieten Lebensraum für Tiere. Für uns gilt: Grün vor Grau und Baum vor Asphalt. Wir kämpfen für den Erhalt jedes einzelnen Baumes und für Neupflanzungen im öffentlichen Raum. Wo das wegen unterirdischer Leitungen nicht möglich ist, setzen wir uns für Alternativen wie zum Beispiel Fassadenbegrünung und kleine Bäume oder Sträucher in Hochbeeten ein.
Schwammstadtprinzip bedeutet:
Flächen entsiegeln, um den Boden für Regen aufnahmefähig zu machen. So können große Regenmengen im Boden wie ein Schwamm gespeichert werden. Ein stabiler Grundwasserpegel hilft Bäumen in langen, regenarmen Zeiten zu überleben und ihrer Funktion nachkommen zu können.
Unnötig asphaltierte Flächen müssen entsiegelt werden, denn sie weisen Wasser ab und heizen zudem in der Sonne schnell und extrem auf.
Gesundheitsschutz durch Abkühlung bedeutet:
Es wird von Jahr zu Jahr wärmer, also muss die Stadt kühler werden. Die beste Kühlung verschaffen Schattenplätze sowie Wasserflächen. Jeder einzelne Baum ist ein Gewinn für die Widerstandsfähigkeit der Stadt und damit der Münchneri*nnen gegen den Klimawandel. Jeder begrünte Platz im Schatten mit Trinkwasserquelle zur Erfrischung verbessert die Lebensqualität aller und ist aktiver Gesundheitsschutz für insbesondere Seniori*nnen, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen. Wir unterstützen die 3-30-300 Regel: Wer aus dem Fenster schaut, soll mindestens 3 Bäume sehen, 30% der Stadtfläche sollen begrünt sein und der Weg zur nächsten, parkähnlichen Fläche darf nicht mehr als 300 Meter betragen.
Warum schaffen wir das? Weil wir auch das geschafft haben:
- Als einziger Bezirksausschuss in München haben wir Teile unseres eigenen Stadtbezirksbudgets gezielt an Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen gebunden.
- Wir haben über 200 Baumstandorte vorgeschlagen, von denen viele jetzt nach und nach bepflanzt werden.
- Die teils bereits gesperrten Rechtsabbiegefahrbahnen am Bavariaring/Pettenkoferstraße, am Kapuzinerplatz und der Rechtsabbieger in der Auenstraße werden in den kommenden Jahren entsiegelt und begrünt, der Rechtsabbieger Bavariaring/Martin-Greif-Straße wird teilentsiegelt und beruhigt.
- Durch kritische Betrachtung von Fällungsanträgen haben wir viele Bäume vor der Fällung retten können.
- An vier Stellen rund um die Theresienwiese gibt es nun Trinkwasserbrunnen, zum Beispiel an der Toilettenanlage und am Sankt-Pauls-Platz.
- Verkehrsinseln wurden teilweise entsiegelt und durch Grünpatenschaften insektenfreundlich gestaltet.
- Als erster und einziger Bezirksausschuss in München haben wir einen Tierschutzbeauftragten benannt, der Artenvielfalt und Tierschutz bei allen Maßnahmen zum Klimaschutz mit einbezieht.
Gentrifizierung? Nicht mit uns!
Wir leben in einem der teuersten Stadtbezirke für Mieter*innen in ganz Deutschland. Hotels und Boardinghäuser haben nach wie vor Hochkonjunktur und erhöhen den Druck auf den Wohnungsmarkt und damit auf die Preise. Das ist in der Universitätsstadt München nicht nur für eine enorme Anzahl von Studierenden ein Problem, sondern auch für viele junge Menschen, die eine Ausbildung machen. Selbst Gutverdienende mit Familie haben ein echtes Problem, wenn die aktuelle Wohnung zu klein wird und ein Umzug nötig ist. Rentner*innen, die umziehen müssen, sind in München nahezu chancenlos.
Als Bezirksausschussfraktion ist unser Einfluss auf den Wohnungsmarkt in München sehr begrenzt, dennoch haben wir in der Vergangenheit unsere Möglichkeiten genutzt, um uns für bezahlbaren Wohnraum und den Erhalt von Wohnraum stark zu machen. Mit der Erhaltungssatzung setzen wir uns für den Milieuschutz ein und damit für die Vielfalt, die unseren Stadtbezirk lebendig und einzigartig macht.
Der Einsatz für Wohnraum bedeutet gleichsam Einsatz für Wirtschaft und Handwerk. Wir wollen, dass Gewerbe von Gastronomie bis Kunsthandwerk und damit die Stadt der kurzen Wege mit umfänglicher Nahversorgung erhalten bleiben.
Stark machen für Wohnraum bedeutet:
Wir setzen uns ein für die Bewahrung und Ausweitung von Erhaltungssatzungsgebieten als aktuell sicherster Schutz vor Immobilienübernahmen durch Investoren, die Wohnungen in der Regel für Luxussanierungen aufkaufen.
Wir fordern die Stadt auf bei geeigneten Immobilien von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen und damit bezahlbaren Wohnraum und Raum für Kleingewerbe dauerhaft zu erhalten. Denn Wohnraum in städtischer Hand ist die Garantie vor Übernahmen durch Investoren, die bezahlbaren Wohnraum verringern, statt ihn zu mehren.
Als stärkste BA-Fraktion setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass Bezirksausschusssitzungen ein öffentliches Forum für Betroffene bleiben, um Missstände aufzeigen zu können. Ob Entmietungen über mutmaßlich fragwürdige Methoden, Leerstand ohne jegliches Interesse von Eigentümer*innen ihre Immobilien zur Nutzung bereitzustellen, Zweckentfremdung oder Umwidmung: Wir machen uns stark für die Mieter*innen und die Vielfalt in unserem Bezirk.
Warum schaffen wir das? Weil wir auch das geschafft haben:
- Wir haben Erhaltungssatzungsgebiete gesichert.
- Zweckentfremdung, mutmaßlich unseriöse Entmietungsstrategien und den Bau neuer Boardinghäuser kritisieren wir öffentlich und sorgen für mediale Berichterstattung.
- Wir stehen an der Seite der Mieter*innen für bezahlbaren Wohnraum und machen uns stark für die Vielfalt unserer Nachbarschaften.
- Wir schaffen Handwerk und Kleingewerbe mediales Gehör, wenn sie von Vertreibung betroffen sind.
In Sicherheit leben!
München ist nach wie vor die sicherste Großstadt in Deutschland. Unser Stadtviertel ist vielfältig, ein Ort intensiven urbanen Lebens. Egal ob Isar, Nußbaumpark oder südliches Bahnhofsviertel: Wo viele Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen auf begrenzten Erholungsflächen aufeinander treffen, können Konflikte entstehen.
Die an uns herangetragenen Anliegen der Bürger*innen nehmen wir ernst. Und wir haben ein Auge auf besonders vulnerable Gruppen: Frauen, Kinder, Senior*innen, queere Menschen, Jüd*innen, Menschen mit körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen, Menschen in Wohnungslosigkeit oder mit Suchterkrankungen. Bei Konflikten mit Letztgenannten im öffentlichen Raum setzen wir auf stadtgestalterische Möglichkeiten sowie auf Kommunikation und Prävention, statt auf bloße Vertreibung, die Probleme verschiebt, statt sie zu lösen. Das entschärft Konflikte nachhaltig und ermöglicht ein soziales Miteinander.
Mehr Sicherheit im öffentlichen Raum bedeutet:
Wir setzen uns für mehr Sauberkeit an viel genutzten Plätzen ein. Um Nutzungskonflikten vorzubeugen, schaffen wir mehr attraktive Aufenthaltsangebote zur Entzerrung und unterstützen gezielt Sozialarbeit, um Menschen in Wohnungslosigkeit und mit Suchtproblematiken zu betreuen und und in schwierigen Lebenslagen zu erreichen.
Trotz messbarer Erfolge andernorts verweigert die bayerische Landesregierung Konsumräume für Suchtkranke, um Drogenkonsum aus der Öffentlichkeit in betreute Räume zu verlagern. Wir halten an Konsumräumen mit angeschlossenen Beratungsangeboten fest. Wir fordern weiterhin sichere Behältnisse für benutzte Spritzen an Konsumorten. Wir achten weiterhin bei der Neugestaltung von Plätzen auf Einsehbarkeit, gute Zugänglichkeit für alle und Beleuchtungskonzepte, die auch bei Dunkelheit Sicherheit vermitteln.
Warum schaffen wir das? Weil wir auch das geschafft haben:
- Eine optimierte Beleuchtung zwischen den zwei Teilen des Alten Südfriedhofs.
- Bessere Einsehbarkeit und kulturelle Nutzung des Nußbaumparks.
- Regelmäßiger Austausch mit Referaten und Fachstellen wie AKIM (Allparteiliches Konfliktmanagement in München) an möglichen Brennpunkten.
- Förderung von Veranstaltungen und Installationen zur Belebung des öffentlichen Raums, wie der Kulturbiergarten im Nußbaumpark oder die Genehmigung von sogenannten Parklets.
Vielfalt und Kultur – ein Gewinn für die Gesellschaft
Unsere Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt ist ein im wahrsten Sinne des Wortes buntes Viertel. Rund 30% unserer etwa 50.000 Einwohner*innen sind nicht deutsch. Viele andere darüber hinaus haben Migrationsgeschichte. Das Bahnhofsviertel zeigt diese Vielfalt mit seinen unzähligen Geschäften und Restaurants. Junge Menschen finden im größten Breitensportverein der Stadt, dem MTV München, oder Jugendeinrichtungen wie dem KUBU Anschluss und Beschäftigung. Senior*innen werden in unserem Alten-Service-Zentrum im Glockenbachviertel betreut.
In unserem Stadtbezirk schlägt das queere Herz der Stadt. Rund um Glockenbach und Gärtnerplatz ziehen Fachstellen, Vereine, Treffpunkte, Straßenfeste, Gastronomie und CSD tausende queere Menschen an, um hier zu leben und zu feiern.
Mit dem Stadtteilkulturzentrum LUISE fördern wir Kunst, Musik und Kultur. Auch am Bezirksrand unterstützen wir Veranstaltungen, die Kultur und Vielfalt leben lassen, wie in der Glockenbachwerkstatt oder dem Bellevue di Monaco. Der größte Teil unseres Bezirksausschuss-Budgets fließt in kostenfreie oder -günstige, bestenfalls barrierefreie kulturelle Angebote für alle: Konzerte, Ausstellungen, Aufführungen und auch Mitmachangebote für jung und alt.
Vielfalt ist ein fester Bestandteil unseres Stadtbezirks. Wir unterstützen das friedliche Zusammenleben, den kulturellen Austausch und das bunte Miteinander, denn der Stadtbezirk 2 soll für seine Bewohner*innen so lebenswert bleiben, wie sie es gewohnt sind.
Vielfalt unterstützen bedeutet:
Wir unterstützen auch in Zukunft die Tradition von LGBTIQ*-Veranstaltungen. Wir setzen uns für Sichtbarkeit und Akzeptanz von Minderheiten ein. Wir fordern daher nicht nur dauerhaft sichtbare Symbole oder Erinnerungsorte an geeigneten Plätzen, sondern unterstützen mit unserem eigenen Budget den Kontakt zwischen Menschen, Kunst und Künstler*innen sowie Wissenstransfer. Wir stärken Initiativen für gelingende Inklusion und kulturellen Austausch. Wir fördern mit unserem BA-Budget in der Breite, um Vielfalt im wahrsten Sinne des Wortes zu unterstützen und ein Forum zu bieten.
Warum schaffen wir das? Weil wir auch das geschafft haben:
- Mehrere Regenbogenbänke sind ein klares Statement für die Akzeptanz queerer Vielfalt.
- Als Fraktion unterstützen wir aktiv das jährliche Queer Outdoor Café am Glockenbach und Straßenfeste der LGBTIQ*-Community, schaffen Sichtbarkeit und Austausch mit Bürger*innen.
- Auf Stadtebene wird auf unsere Initiative hin ein unübersehbares Zeichen für Vielfalt und Toleranz im öffentlichen Raum vorbereitet.
- Unser grüner BA-Vorsitzender hat den jährlichen BA-Empfang ins Leben gerufen, um regelmäßig mit verschiedensten Initiativen, Gruppen und Vereinen im direkten Austausch zu sein.
Unsere Kandidatinnen und Kandidaten
| Listen-Platz | Kandidat*in | ||
|---|---|---|---|
| 1 | Claudia Lowitz | 60 J. / Hebamme (B.Sc.) / BA-Fraktionssprecherin | ![]() |
| 2 | Benoît Blaser | 48 J. / Dipl.-Ingenieur / BA-Vorsitzender | ![]() |
| 3 | Henriette Kuhrt | 48 J. / Verkehrswenderin / 2 Kinder | ![]() |
| 4 | Arne Brach | 48 J. / stellv. Drogeriemarktleiter / BA-Fraktionsvorsitzender | ![]() |
| 5 | Jutta Schmid-Melms | 47 J. / Sozialarbeiterin / 3 Kinder / BA-Mitglied | ![]() |
| 6 | Paul Bickelbacher | 62 J. / Stadt- und Verkehrsplaner / ea. Stadtrat / BA-Mitglied | ![]() |
| 7 | Alexandra Rudat | Freie Journalistin / Mieterbeirätin – für eine starke Nachbarschaft | ![]() |
| 8 | Martin Scheuring | 52 J. / Theaterwissenschaftler / BA-Mitglied | ![]() |
| 9 | Clarissa Mayer | 32 J. / Psychologin / soziale Gerechtigkeit / Entsiegelung | ![]() |
| 10 | Valentin Liebl | 29 J. / Jurist / BA-Mitglied | ![]() |
| 11 | Iris Wagner | Dipl. Informatikerin / gemeinwohlorientiert / BA-Mitglied | ![]() |
| 12 | Florian Petrich | 53 J. / Bio-Händler / BA-Mitglied | ![]() |
| 13 | Alessa Schuhmacher | 31 J. / Gründerin eines Münchner Travel-Startups | ![]() |
| 14 | Ferdinand Lorenz | 32 J. / Lehrer (Mathe & Wirtschaft) | ![]() |
| 15 | Julia Puga | 50 J. / Designerin | ![]() |
| 16 | Martin Kessner | 53 J. / Designer | ![]() |
| 17 | Julia Scholz-Schrode | 36 J. / Betriebswirtin | ![]() |
| 18 | Christoph Mohr | Rechtsanwalt für ein sicheres und lebendiges Isarviertel | ![]() |
| 19 | Laura Dingel | 45 J. / Landschaftsarchitektin (Dipl.-Ing. FH) / 3 Kinder | ![]() |
| 20 | Volker Tittel | 68 J. / Senioren-Betreuungskraft | ![]() |
| 21 | Irmi Wagner | 72 J. / ehemalige Sozialarbeiterin / Seniorenvertreterin SB 2 | ![]() |
| 22 | Beppo Brem | Nachhaltigkeitsmanager / ea. Stadtrat | ![]() |
| 23 | Gudrun Lux | Rettungssanitäterin / Redakteurin / ea. Stadträtin | ![]() |

























