Auskunft über die blaue Infrastruktur in der Maxvorstadt

Wie verändern sich die Grundwasserverhältnisse in der Maxvorstadt durch die zunehmende Bebauung des Untergrundes?

Antrag des Bezirksausschusses Maxvorstadt für die Sitzung am 18. Mai 2021.

Bezugnehmend auf unseren BA Antrag Nr. 14 20 /B 04337 des BA 3 vom 05.12.2017 bittet der BA erneut um Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie haben sich bei den 16 aktiven Grundwassermesstellen in der Maxvorstadt die Mittelwerte der Grundwasserstände im Zeitraum von 2017 bis 2021 verändert?

2. Gibt es erneut einen Anstieg der Grundwasserstände und wenn ja wie werden die ansteigenden Werte interpretiert?

3. Wieviel wasserrechtliche Erlaubnisse zur Erstellung von Gebäuden im Grundwasser wurden seit 2017 in der Maxvorstadt gestellt?

4. Die Sanierung von Kellern im Altbestand (Gebäude älter als 30 Jahre) ist äußerst kostenaufwendig und langwierig. Es entstehen erhebliche Kosten für die PrivateigentümerInnen.
Was gedenkt die Stadt München zu diesem Problem zu unternehmen, zumal die PrivateigentümerInnen keine Möglichkeit haben die Ursachen der zunehmenden Vernässung zu verhindern?

5. Werden Beschränkungen von unterirdischen Bauten in der Maxvorstadt ernsthaft in Erwägung gezogen und welche? In der Maxvorstadt ist eine weiterhin fulminante Zunehme von Tiefgaragen, U Bahn Bauwerken und Kanalsanierungen zu verzeichnen.

6. Wie oft wurde bei Neubau von Tiefgaragen und Kellern ein Grundwasseraufstau von mehr als 10 cm verursacht?

7. Gibt es zwischenzeitlich neue Erkenntnisse (Abschlussarbeiten an der TU München), wie sich die starken Eingriffe in den Untergrund auf die Vernässung der Keller von Altbauten auswirken?

Begründung:
Die BürgerInnen in derMaxvorstadt machen sich Sorgen, welchen Einfluss die massive Unterbauung von Neubauten auf ihre bestehenden Keller hat und befürchten eine weitere Zunahme der Feuchtigkeit in ihren Kellern, zumal viele Gebäude betroffen sind, die vor Mitte der 80iger Jahre gebaut wurden.

Die BürgerInnen in der Maxvorstadt machen sich Sorgen, welchen Einfluss die massive Unterbauung von Neubauten auf ihre bestehenden Keller hat und befürchten eine weitere Zunahme der Feuchtigkeit in ihren Kellern, zumal viele Gebäude betroffen sind, die vor Mitte der 80iger Jahre gebaut wurden. Hier sind vor allen Dingen die Mieter betroffen, die ihre Keller aufgrund von starker Schimmelbildung nicht mehr nutzen können. Für die EigentümerInnen bedeutet eine Sanierung immense Kosten und der Nachweis über ein Sachverständigengutachten ist ebenfalls äußerst schwierig.

Der Satz von Stephanie Jacobs, die in einem Interview mit HalloMünchen am 2.Juni 2017 gesagt hat: „Ein steigender Grundwasserspiegel kann zu einer Zunahme von Bauwerks und Kellervernässungen nicht nur im Hochwasserfall führen“, trifft immer noch zu.

Für die Fraktion Bündnis90/Die Grünen
Ruth Gehling
Martha Hipp
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