Stolperstein für das „Euthanasie“-Opfer Max Sax

Die „Initiative Stolpersteine für München“ hat Ende Mai Von-der-Tann-Straße 7 einen „Stolperstein“ zur Erinnerung an Max Sax verlegt. Es war der erste Münchener Stolperstein für ein Opfer der sogenannten Euthanasie. Fraktionsvorsitzender Dr. Florian Roth, der an der Verlegung teilnahm, erklärt dazu:

„Wieder wurde ein Stolperstein auf Privatgrund verlegt. Die Stadt bietet nach wie vor keinen Raum dafür. Doch kaum eine Form des Erinnerns ist so konkret und persönlich. Ein Stolperstein erinnert an einen Menschen – nicht als einen unter vielen, nicht irgendwo, sondern ganz individuell genau da, wo der Ermordete lebte: mitten unter uns. Menschen aus ganz unterschiedlichen Gruppen wurden zu Opfern – sei es weil sie zum Beispiel Juden oder Sinti, Kommunisten oder Menschen mit Behinderung waren. Stolpersteine helfen uns, die Einzelschicksale im Blick zu behalten – und die Barbarei ständig mahnend vor Augen haben.“

In mehr als 1.100 Städten in ganz Europa gibt es inzwischen Stolpersteine, die erinnern und mahnen. Es ist traurig, dass der Münchener Stadtrat gegen die Stimmen meiner Fraktion diese Form der Erinnerungskultur bei uns verboten hat.“ Voraussichtlich wird im Herbst auf Antrag der grünrosa Fraktion im Münchener Stadtrat eine Anhörung zu den Stolpersteinen stattfinden. Die grünrosa Fraktion setzt sich dafür ein, diese auch auf öffentlichem Grund zu ermöglichen.

botMessage_toctoc_comments_911
Donnerstag, 25. August 2016
https://www.gruene-muenchen.de/themen/dokument/stolperstein-fuer-das-euthanasie-opfer-max-sax/