Lydia Dietrich beim (abgesagten) CSD in Kiew

Die Parade zum Christopher Street Day in Münchens Partnerstadt Kiew, die vom Münchner Stadtrat mit einer Resolution unterstützt wurde, ist aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Die Vorsitzende der Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste Lydia Dietrich und Sascha Hübner vom SUB e.V., die als offizielle Münchner Delegation in die ukrainische Hauptstadt gereist waren, mussten mitansehen, wie die seit langem geplante Veranstaltung an einem offenkundig auf Krawall gebürsteten Mob von Nazis, Kosaken und orthodoxen Frömmlern und einer untätigen Polizei scheiterte. Da in Osteuropa immer wieder Gewalt gegen Lesben, Schwule und Transgender verübt wird, bliesen die Veranstalter angesichts des offensichtlichen Desinteresses der Polizei – so fehlten z.B. jegliche Absperrungen – die Parade ab. Lydia Dietrich: „Die Absage des Kiewer CSD ist ein herber Rückschlag für alle, die für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgendern in der Ukraine kämpfen. Kiew und die Ukraine haben noch einen weiten Weg vor sich, bis sie in einer modernen weltoffenen und akzeptierenden Gesellschaft angekommen sind. Die ukrainischen AktivistInnen können sich darauf verlassen, dass sie in ihrer Partnerstadt München immer einen starken Rückhalt im Kampf um Menschen- und Bürgerrechte finden werden.“

Die Veranstalter des „Kiew Pride“ werden auch beim Münchner Christopher Street Day zu Gast sein und an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Lesben- und Schwulenrechte in der Welt“ (Do, 12. Juli, 19.30 Uhr im Sub, Müllerstr. 14) teilnehmen.

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Dienstag, 27. September 2016
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