TeaTime zum TEEma "Wohnen"

Ort:Stadtbüro

Reden wir über WOHNEN.

Zu langsam, zu wenig, zu teuer, zu wenig angebunden – bezahlbarer, attraktiver
Wohnraum in München ist Mangelware. Muss das so sein? Wie können wir das
ändern? Und das möglichst schnell? Stadtvorsitzende Heidi Schiller
lädt alle Interessierten herzlich ein zum lockeren Gespräch mit
Wohnen-Experte Bernd Schreyer.

 

Echtes Wohnen für ALLE ermöglichen – Wohnungsnot für ALLE beseitigen!

Mehr bezahlbaren Wohnraum für ALLE!  In München keine Banlieues für anerkannte Flüchtlinge schaffen! Münchner Mischung und den sozialen Frieden erhalten!

Es besteht derzeit in München die Gefahr, dass unter einem Schwindel-Etikett „Wohnen für ALLE“ ein eigenes exklusives ghetto- bzw. banlieue-ähnliches Wohnungsprogramm für anerkannte Flüchtlinge (auch Anschlusswohnen, Übergangswohnen bezeichnet) mit 1.000 verdichteten Kleinstwohnungen pro Jahr gebaut werden und mit dauerhaften Mietvertrag vergeben werden. Zum Teil können solche Flüchtlings-Quartiere im unbebauten infrastrukturell abgehängten Außenbereich nach einer Sonderregelung im Bundesbaugesetz (§ 249 BauGB) – jedoch nur ausschließlich für Flüchtlinge (sozusagen beim „Erdbeerfeld Eberle“) - entstehen. Damit aber das Programm-Etikett „Wohnen für ALLE“ verkauft werden kann, wird derzeit überlegt, die überwiegenden Programm-Flächen für ein verdichtetes Wohnen in einer Mischung von ca. 70 - 80% anerkannte Flüchtlinge und 20% - 30% andere Wohnungsnotstandsfällen herzustellen.

Mit diesem ungenügenden Programm wird jedoch die ALLE treffende täglich sich drehende Mietpreisspirale, die wachsende Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit in München mit ihren steigenden Zuwachsraten keinesfalls beseitigt. Allein seit Beginn des Jahres 2010 haben die Einwohner/innen Münchens um ca. 160.000 Menschen (Saldo aus Zu- und Wegzügen) auf 1,525 Millionen (Nov.15) zugenommen. In der gleichen Zeit hat sich der Münchner Wohnungsbestand aber lediglich um ca. 35.000 Wohnungen erhöht (Neu- und Ausbau minus Abriss). Dieser Zuzug speiste sich übrigens fast ausschließlich aus einer europäischen und deutschen Binnenwanderung. Er hat mit der erst in jüngster Vergangenheit bedeutsamen Aufnahme von Flüchtlingen noch in sehr geringem Maße etwas zu tun. Bis 2030 werden entsprechend der Bevölkerungsprognose weitere, mindestens 200.000 Menschen in München zuziehen und weitere 120.000 Wohnungen benötigen. Fast die identische Größenordnung kommt im Münchner Umland dazu.

Um die Wohnungsnot tatsächlich für ALLE zu beseitigen brauchen wir - auf der Grundlage der Bewahrung der inklusiven Erfolgskonzeption „Münchner Mischung!“ - eine gewaltige konzertierte Wohnungsbauoffensive auf sämtlichen – auch durch zügige Baurechtsschaffungen verfügbar gemachten - Bebauungsflächen! Und wir brauchen ein größer angelegtes Programm.

Datum: Freitag, 19.02.2016
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Ort:Stadtbüro, Sendlinger Str. 47
Samstag, 1. Oktober 2016
https://www.gruene-muenchen.de/aktuell/termine/veranstaltung/19-02-2016-teatime-zum-teema-wohnen/