Damit München lebenswert bleibt: Vorrang für Grünflächen!

Die Grünen München haben auf ihrer gestrigen Stadtversammlung den Antrag "Damit München lebenswert bleibt: Vorrang für Grünflächen!" nach lebhafter Diskussion und unter Berücksichtigung einiger Änderungsanträge beschlossen. Kernstück des Antrags ist ein Moratorium für die weitere ungehemmte Bebauung.

"Nicht nur in Gartenstädten, auch in der Innenstadt brauchen wir für alle Münchnerinnen und Münchner dringend restliche Freiflächen, um Luft holen zu können. Schon jetzt ist München eine der Städte mit den am meisten versiegelten Flächen. Wohnraum auf Kosten der Wohnqualität ist nicht erstrebenswert. Von der Politik sind schnellstens eine klare Prioritätensetzung und sinnvolle, langfristige Planungen gefragt", so der Stadtvorsitzende Hermann Brem. Die Grünen betonen, es gehe ihnen beim Moratorium um Zeitgewinn für eine große Strategie, nicht um das Verhindern von günstigem Wohnraum.

So regen die Grünen an, im Moratorium zu prüfen, ob es Möglichkeiten des Aufstockens anstatt des Versiegelns von Freiflächen gebe. Weiter werden eine Senkung der Stellplatzpflicht, der Erhalt von Bäumen, der Ersatz von Garagenhöfen durch Tiefgaragen und die Ausweisung von sog. Tabuflächen ohne Bebauung vorgeschlagen.

"Im Grunde geht es darum, nicht mehr wild ohne Konzept weiterzubauen, sondern einem großen Masterplan Priorität einzuräumen", so die Grüne Stadträtin Sabine Krieger. "Natürlich brauchen wir mehr bezahlbaren Wohnraum in München. Aber nicht auf Kosten der allerletzten Grünflächen, Erholungsgebiete und angelegten Wege. Die Menschen, die hier wohnen, müssen auch atmen können."

Hier geht es zum Beschluss.

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Mittwoch, 23. August 2017
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