Barrierefreier General-Kalb-Weg gefordert

Auf großes Unverständnis stößt die Forderung der IWAP (Interessengemeinschaft Wohnanlagen am Perlacher Forst), den General-Kalb-Weg zwischen Lincolnstraße und Cincinnatistraße nicht zu befestigen – zumindest bei den GRÜNEN im Bezirksausschuss 17 Obergiesing–Fasangarten. „Die Behauptung der IWAP, der BA 17 lehne die Asphaltierung des Weges ab, ist nicht zutreffend“, sagt Fraktionssprecherin Larissa Schmid. „Der Sonderausschuss des BA hat den Vorschlag des Baureferats im Januar 2021 einstimmig angenommen.“ Von der ursprünglich durch den BA favorisierten Idee einer wassergebundenen Wegedecke wurde Abstand genommen, da die Erfahrungen mit diesen Maßnahmen mehr als ernüchternd waren, so Schmids Co-Vorsitzender Joachim Lorenz, ehemaliger Münchner Umweltreferent: „In solchen Wegedecken entstehen leider binnen weniger Jahre große Schlaglöcher. Die Asphaltierung ist daher der einzige Weg, damit etwa Bewohner*innen der Seniorenresidenz Föhrenpark sicher zum Einkaufen an den Auguste-Kent-Platz gelangen können.“

DIE GRÜNEN widersprechen auch der Behauptung der IWAP, durch eine feste Wegedecke würde die Strecke zu einem ‚Fahrradschnellweg‘. „Der General-Kalb-Weg ist in keiner der Planungen für einen Schnellweg vorgesehen; er könnte die Vorgaben für einen Schnellweg auch gar nicht erfüllen. Zudem sind auch die Zu- und Ableitungen überhaupt nicht für einen Schnellweg geeignet“, sagt Stefan Hofreiter, Mitglied im Unterausschuss Mobilität und Verkehr. Ausschusskollege Uwe Kranenpohl weist zudem die Behauptung der IWAP zurück, der ADFC München habe gefordert, auf eine Asphaltierung zu verzichten: „Der ADFC-Vorsitzende hat mir auf Anfrage versichert, dass es genau andersrum war. Der ADFC hat sich klar für eine ebene und wetterbeständige Oberfläche ausgesprochen, z.B. in Form von Asphalt.“

Kranenpohl wundert sich sehr über die Stellungnahmen der IWAP wie auch den Antrag der CSU-Stadtratsfraktion: „Die Zweite Vorsitzende der IWAP sitzt für die CSU im BA. Auch die Stadträt*innen hätten sich leicht bei ihren Parteifreund*innen im BA über den Sachverhalt informieren können. Offenkundig ist die CSU angesichts sinkender Umfragedaten vor der Bundestagswahl so sehr im Wahlkampfmodus, dass noch nicht einmal mehr der interne Informationsaustausch funktioniert.“