Solar-Anlagen auf die Dächer im Viertel

Bezirksausschuss 18 fordert konsequenten Ausbau der Photovoltaik vor Ort

Die Grünen im Bezirksausschuss 18 schlagen insgesamt acht mindestens 500 m² große Dachflächen in städtischem Besitz zur Nutzung für Photovoltaik-Anlagen vor: Vom Flachdach des Schyrenbads über den AWM Betriebshof Süd bis hin zum Stadion an der Grünwalder Straße. Für den Antrag der grünen Fraktion im Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching gab es einstimmig und von allen Parteien „grünes Licht“.

„Auf den städtischen Dächern schlummert enormes ökonomisches und ökologisches Potential. Würden die Stadtwerke München nur eine der vorgeschlagenen Dachflächen mit Photovoltaik belegen, könnte man den durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von zehn vierköpfigen Familien vollständig decken.“ 

Max Scherer, Mitglied im Bezirksausschuss 18

Insgesamt haben die Grünen Dachflächen von 9.000 m² identifiziert. Der jährliche Stromertrag könnte damit etwa 850.000 kWh betragen, was dem Bedarf für mehr als 650 Personen entspricht. 

Das Interesse an Photovoltaik-Anlagen ist nach wie vor groß. Viele Münchner*innen möchten hier investieren, doch fehlt ihnen das eigene Dach. Ihnen bieten die Stadtwerke München mit den M-Solar Sonnenbausteinen eine Lösung: mit einem qualifizierten Nachrangdarlehen kann jede*r dazu beitragen, dass auf Münchens Dächern regionaler Ökostrom erzeugt wird. Allerdings herrscht bei den M-Solar Sonnenbausteinen Aufnahmestopp und man ist dringend auf der Suche nach weiteren Dachflächen. Hierzu Petra Jacobi vom Unterausschuss Umwelt und Klima: „Die großen Dachflächen in unserem Stadtteil könnten als weitere Solar-Flächen ökologisch sinnvoll genutzt und die Sonnenbausteine erweitert werden.“

Zudem möchten die örtlichen Grünen die Energiewende zukünftig auch mit kleineren Flächen vorantreiben. „Mit Photovoltaik-Anlagen lässt sich inzwischen am günstigsten Strom produzieren. Gerade auch in städtischen Gebieten gibt es enormes Potential, das wir nutzen sollten“ resümiert Max Scherer. „Dazu sollten die Regeln für kleine Anlagen dringend entbürokratisiert werden. Nur so kann die Solar-Technik wieder durchstarten und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz liefern.“

Hier geht es zum Antrag