Der geplante Abriss der Schwabinger 7 war im Mai mehrmals Thema auf den Fraktionssitzungen und in kleineren Gesprächsrunden. Auch VertreterInnen des Stadtvorstands und der Grünen Jugend beteiligten sich.
Die Frage, ob dem Stadtrat überhaupt noch Instrumente zur Verfügung stehen, um den geplanten Bau von Luxuswohnungen an der Feilitzschstraße zu verhindern - und damit den drohenden „Ausverkauf“ Alt-Schwabings, war bis Redaktionsschluss nicht endgültig geklärt.
Die Fraktion hält es in ihrer Mehrheit für unabdingbar, die planungsrechtliche Lage umfassend aufzuklären, um die Chancen und Risiken der verschiedenen Eingriffsmöglichkeiten genau abwägen zu können. Dies betrifft die Gültigkeit des Vorbescheids vor dem Hintergrund nicht eingehaltener Abstandsflächen, die Möglichkeit einer Veränderungssperre, die Aufstellung eines Bebauungsplans oder einer Erhaltungssatzung.
Stadträtin Sabine Nallinger: „Die Bürgerinnen und Bürger fragen völlig zu Recht: ‚Wem gehört die Stadt?‘ Wenn der Stadtrat seine Gestaltungshoheit nicht aufgeben und mehr tun will, als die Entscheidungen von Investoren abzunicken, benötigt er aber grundlegende Informationen, um lenkend eingreifen zu können. Anstatt alle paar Tage bröckchenweise neue Erkenntnisse zu liefern, wird es nun höchste Zeit, dass die Stadtverwaltung die Rechtslage konkret und umfassend darstellt. Das ist sie nicht nur dem Stadtrat, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern schuldig, die sich für Alt-Schwabing einsetzen.“

