Neue Tram nach St. Emmeram ein Erfolg!

AutorIn:
Datum:
Kategorien:Kommentar, Öffentlicher Nahverkehr

Hinweis: Dieser Kommentar gibt allein die Meinung der genannten AutorInnen wieder. Er stellt nicht unbedingt die Ansichten von Bündnis 90/ Die Grünen München dar.

Lange erwartet und erkämpft: Die Tram nach St. Emmeram wurde endlich eröffnet.

Vorgetäuschter Umweltschutz

Aber was musste im Vorfeld nicht alles kämpferisch erledigt werden? Vor ca. 15 Jahren schrieb die eine viel gelesene Boulevardzeitung von A bis Z „300 Bäume müssen gefällt werden für den Bimmelbahnwahn“.

Mit vorgetäuschtem Umweltschutz wollten hier Tramtrassengegner eine sinnvolle Tramanbindung verhindern. Das ist jedoch falscher Umweltschutz, weil gerade diesen Pseudo-Umweltschützern die Natur um München völlig gleichgültig ist. Für Autobahnen und dritte Startbahnen ist ihnen die Natur eine lästige Nebensache.

„Contram Bogenhausen“ war eine Organisation, die vehement gegen diese Trasse sogar mit Unterschriftensammlungen vorging, nur um als Anwohner seine himmlische Ruhe vor diesem so lauten Verkehrsmittel zu haben. So wurde im Netz sogar behauptet, dass Hochgleisanlagen unüberwindliche Hindernisse seien. Nistplätze für Vögel würden unwiederbringlich vernichtet – nur wegen einer Tram.

Erste Erfolge erkennbar

Nun zurück zur Gegenwart, schon einige Tage nach der Eröffnung ist ein Zunehmen der Fahrgäste zu erkennen. Ein Fahrgastfluss von Haidhausen (Max-Weber-Platz) nach Bogenhausen (Klinikum und Cosimastraße) ist aufgebaut worden. So unterfährt die Linie 16 unseren Bogenhausener Eiffelturm (Mae West) mit 50 bis 70 Fahrgästen. Vor der Trameröffnung war im Streckenabschnitt Sternwartstr. – Effnerplatz tote Hose und hatte kaum Fahrgäste.

Das hat sich zum Glück schnell geändert. Es ist somit schon gut zu erkennen, dass die Linie 16 mehr Fahrgäste aufweist als die Zubringer-Buslinie 59. Allerdings sollte die Tram 16 zu beiden Hauptverkehrszeiten von der Tramlinie 18 unterstützt werden. Fahrzeuge und Fahrpersonal (leider auch mit niedrigen Löhnen) sind ausreichend vorhanden.

Kosten bedenken!

Die Münchner Tram ist beliebt, leistungsfähig, umweltfreundlich und bezahlbar. Letzteres Argument sollte in Zeiten knapper Kassen mehr an Beachtung finden. Für den Zeitgewinn von ca. 5 – 7 Minuten wurde in München ein U-Bahn-Streckennetz von 100 Kilometern gebaut, die Kosten hierfür werden auf 5 Milliarden Euro geschätzt werden müssen. Teure 5 Minuten.

Der Steuerzahler bezahlt das dreifach, einmal über die Steuer, zum zweiten Mal über den Fahrpreis und das dritte Mal über die Mieten, wenn er Anwohner einer U-Bahn-Trasse ist. Hiervon redet keiner, wenn über den Ausbau einer U-Bahn nachgedacht wird.

Als nächstes Ausbauprojekt steht nun die Westtangente an und es ist an der Zeit, dieses Projekt zügig durchzusetzen. Hier muss eine Münchner CSU, die natürlich gegen dieses Projekt steht, in die Schranken gewiesen werden. Hier sind aktive Grüne gefragt. Packen wir es an, die Münchner Bürger werden es danken. Dieses verkehrspolitische Projekt ist wichtiger als eine dritte Startbahn.

Kommentare

Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.



*
Benachrichtigen Sie mich, wenn ein neuer Kommentar hinzugefügt wird.
Sonntag, 26. Mai 2013
http://www.gruene-muenchen.de/themen/dokument/neue-tram-nach-st-emmeram-ein-erfolg/