Die 3. Startbahn: Ja braucht's denn des?

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Kategorien:Kommentar, 3. Startbahn

"Ja braucht's denn des? Ja muas des sei? Des macha ja de mid Fleiß!" A dridde Stardbahn in Arding am FSJA (Franz-Josef-Strauß Airport). Aber Natürlich benötigt unser schönes und weltoffenes München eine dritte Startbahn, weil anders geht es ja nicht mehr und wo kommen wir da hin, wenn wir alles hinten anstellen würden?

Das kostet doch gar nichts ...

Die Flugbewegungen werden in den nächsten Jahrzehnten sehr stark zunehmen. Außerdem sind das alles wertvolle Arbeitsplätze und die Kosten bezahlen wir, die Flughafen GmbH München, natürlich aus der Portokasse. Das kostet den Steuerzahler so gut wie fast gar nichts. Und die Bewohner des Ortsteiles Attaching, ja mei die mias'n dann hoid geh, nedwahr? Denn einem jeden Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann. De ham hoid de Arschkart'n zog'n. Dafür ersparen wir ihnen den Lärm einer ratternden Straßenbahn, das ist doch auch was!

Wenn nun auch noch behauptet wird, das bezahlt ja alles die Flughafen GmbH, so muss hier bedacht werden, dass diese Gesellschaft nur einen zweistelligen Millionengewinn pro Jahr erwirtschaftet und seine bisherigen Milliarden Schulden (Bau des Flughafens) noch nicht abgebaut hat. Allerdings müssen zum Bau weitere Schulden aufgenommen werden. Die Stadt München ist mit 23 Prozent an der Flughafen GmbH beteiligt, bei einer Pleite muss die Stadt München haften.

Aber wie sieht hier die Realität aus, wie wird sich der Flugverkehr wirklich entwickeln? Sehen wir einmal genauer hin! Werden die Flugbewegungen wirklich zunehmen? Wenn ich in meinen Geldbeutel sehe, ist nur noch ein Urlaub in Schrebershausen bei den Gladiolien möglich. Allerdings ist dorthin ein Flugverkehr nicht möglich. Wie wird sich die Energiegewinnung in den nächsten Jahren entwickeln? Es wird immer schwieriger an die Erdölreserven heranzukommen. Außerdem sind, im Zeitalter des Internets, Geschäftsleute besser miteinander verknüpft, so dass auch hier weniger geschäftlich verreist werden muss.

Umweltfreundliche Verkehrsverbindungen ausbauen!

Wie kann eine Alternative aussehen? Entzerrung des Flugplanes besonders zu Haupverkehrszeiten und Verlagerung zur besseren Nutzung auf verkehrsberuhigte Zeiten. Einsatz von größeren Flugzuegen (A320), dadurch Verringerung der Flugbewegungen. Vermeidung von kurzen Inlandflügen und Umsteigen auf die Schiene.

Das bayrische Schienennetz ausbauen: die Verbindungen zu den größeren Nachbarstädten Münchens, Garmisch – Mühldorf – Lindau sind alle eingleisig ausgestattet und auf dem Stand der 30er Jahre zurückgeblieben. Ein zweigleisiger Ausbau ist seit Jahrzehnten überfällig und wird immer zurückgestellt. Damit können wir die Bürger überzeugen und zur Unterschrift bewegen.

Es wird Zeit, die umweltfreundlichen und leistungsfähigen Verkehrsverbindungen auszubauen und auf Luxus zu verzichten.

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Freitag, 18. Mai 2012
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