Netzfeminismus mit Susanne Klingner

Eine Veranstaltung des AK Feminismus (Bündnis 90/Die Grünen München)/AK Räubertöchter (Grüne Jugend München)

Gegen Ende der Nullerjahre wandte sich die feministische Community mit Begeisterung den neuen Medien zu. Blogging, Podcasting, soziale Netze und Twitter schienen eine niederschwellige Möglichkeit für Aktivist*innen zu sein, in feministischen Debatten zu Wort zu kommen und mehr Interessierte zu erreichen als mit traditionellen Printmedien. Die Mädchenmannschaft, 2007 gegründet und 2009 für den Grimme Online Award nominiert, ist nur ein Beispiel für einen feministischen Blog mit Diskussionskultur auf hohem Niveau und ungeahnter Reichweite.

Viel ist seither passiert. Die große Reichweite gilt nicht nur Sympathisant*innen, sondern auch für Trolls  und Hater*innen. Die Gründerinnen der Mädchenmannschaft berichten, dass sie im Schichtbetrieb tätig sein mussten, um 24/7 das Forum zu moderieren und Hasskommentare zu löschen. Nicht nur feministische und frauenbewegte Initiativen, sondern auch Maskulinismus und Antifeminismus fallen im Netz auf fruchtbaren Boden. Neben feministischen Blogger*innen und Podcaster*innen werden auch Youtuber*innen wie Anita Sarkeesian oder Twitter-Aktivist*innen wie Anne Wizorek mit einem solchen Hass überzogen, dass das Dagegenhalten zu einer psychischen Dauerbelastung wird.

Wie sieht also die gegenwärtige Lage und Landschaft des Netzfeminismus aus? Was wurde aus Initiativen wie #aufschrei, #regrettingMotherhood, #feministHackerBarbie oder #periodsAreNotAnInsult? Was können wir tun, um Aktivist*innen den Rücken zu stärken? Wie treten wir Hater*innen und Trolls entgegen?

Darüber diskutieren wir am Dienstag, den 19.09.2017 mit Susanne Klingner, Journalistin, Bloggerin, Podcasterin und Autorin (u.a. Mädchenmannschaft, Wir Alphamädchen, Frau Lila und Frauenstudien München e.V.). Die Veranstaltung findet um 19:00 Uhr im Stadtbüro der Münchner Grünen statt (Sendlinger Str. 47, I. Stock). Interessierte und Nicht-Mitglieder jeden Geschlechts sind herzlich willkommen. Wir behalten uns vor, unser Hausrecht z.B. gegenüber Personen aus der rechten Szene auszuüben.