03.02.10 15:08
Besuch der Münchner Grünen im Therapie-Centrum für Essstörungen
Hanna Sammüller, Vorsitzende der Münchner Grünen, Theresa Schopper, MdL, Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Margarete Bause, Fraktions-vorsitzende der Grünen im Landtag, Jutta Koller, Stadträtin der Grünen besuchen am Freitag, den 5. Februar von 14.00 bis 15.30 Uhr das Therapie-Centrum für Essstörungen München, Hanselmannstraße 20, um sich vor Ort ein Bild von Therapieansätzen und Heilungschancen essgestörter PatientInnen zu machen. Im Therapie-Centrum für Essstörungen werden seit Jahren von Dr. Monika Gerlinghoff und ihren NachfolgerInnen erfolgreich Strategien gegen Essstörungen entwickelt. Ihre Arbeit hat wesentlich dazu beigetragen, das Bewusstsein für die Gefahren durch Magersucht, Bulimie und verwandte Krankheitsbilder in der Gesellschaft zu schärfen und zu enttabuisieren. "Wer zu viel abnimmt, verliert mehr als nur ein paar Kilo" - So titelte vor einigen Jahren eine österreichische Kampagne gegen den Schönheits- und Schlankheitswahn unserer Gesellschaft, der allzu oft in lebensbedrohlichen Essstörungen endet. Theresa Schopper erklärt dazu:"Die Tendenz ist leider zunehmend - vor allem junge Mädchen sind gefährdet und betroffen, doch inzwischen leiden auch Männer an Essstörungen. Schon Zehnjährige haben Diäterfahrung und Castingshows wie "Germany's next Topmodel" bestärken das verzerrte Bild von der schlanken Superfrau, die gänzlich ohne Nahrung auszukommen scheint."Hanna Sammüller schätzt die Situation folgendermaßen ein: "Es besteht in unserer Gesellschaft momentan ein vollkommen verzerrtes Bild vom eigenen Körper. Dies trifft insbesondere Mädchen und junge Frauen, die mit großen Problemen bezüglich ihrer Selbstwahrnehmung zu kämpfen haben. Es ist sicherlich nicht allein Aufgabe der Politik, hier Gegenmaßnahmen zu entwickeln, sondern zu einem großen Teil sind auch Medien und das Elternhaus gefragt. Doch auch als Politikerinnen müssen wir dieses Phänomen ernst nehmen und nach Ursachen und Konsequenzen fragen. Ich persönlich halte es dabei für einen elementaren Schritt, gerade den jungen Frauen so viel Selbstbewusstsein zu vermitteln, dass sie begreifen, dass ein erfülltes, erfolgreiches Leben auch dann möglich ist, wenn man nicht in Size zero passt. Denn schließlich ist Aussehen nicht alles."



