Zweites Grünes OB-Forum: Kandidierende zeigen inhaltliche Unterschiede

Mehr Debatte zwischen den Kandidierenden hatten sich viele für das zweite Grüne OB-Forum am 9.7.2012 gewünscht. Nikolaus Hoenning, Hep Monatzeder und Sabine Nallinger, die für die Grünen als OB-KandidatIn antreten wollen, haben die rund 250 Gäste im Kolpinghaus am Stachus nicht enttäuscht. An einem Rundumschlag von Themen wie BürgerInnenbeteiligung, Stadtentwicklung, Haushaltspolitik, einer Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2022, 2. Stammstrecke, Wohnungsbau und Kinderbetreuung wurden die Unterschiede der drei BewerberInnen deutlich.

Sebastian Weisenburger (Vorsitzender der Münchner Grünen) erklärt: "Es war Feuer unterm Dach. Die drei haben sich wahrlich nichts geschenkt, sondern darum gekämpft, das Publikum für sich einzunehmen. Die vielen Fragen und Zwischenrufe der Anwesenden und die intensive Debatte auf dem Podium zeigen: Es war eine lebendige, richtig GRÜNE Veranstaltung."

Katharina Schulze (Vorsitzende der Münchner Grünen) ergänzt: "Es war hart, aber fair. Bei allen inhaltlichen Unterschieden haben die drei den anständigen Umgang miteinander nie vergessen. Wir Grüne sind eine Partei der Inhalte - das hat man am gestrigen Tag wieder eindeutig gesehen. In beiden Foren haben unsere Kandidierenden gezeigt, was sie für München bewegen können. Besonders gefreut haben uns auch die vielen Rückmeldungen der ForenbesucherInnen - diese werden in unsere politische Arbeit einfließen."

Die OB-Foren sind Teil des Auswahlprozesses der Münchner Grünen zur Bestimmung ihres/ihrer OB-KandidatIn. Am 9.7. begann die Mitgliederbefragung der Münchner Grünen, bei der alle Münchner Grünen über ihre/n WunschkandidatIn abstimmen können. Ausgezählt wird am 24.7.2012. Das Ergebnis wird am selben Tag verkündet.

Kommentare

Alfred Mayer, Donnerstag, den 12. Juli 2012:
60 Jahre öffentlich geförderter sozialer Wohnungsbau hat in erster Linie private Wohnungsunternehmer reich gemacht. Und nur die relativ wenigen nach dem 2. Weltkrieg von den städtischen Wohnungsgesellschaften errichteten Wohnungen sind noch in der Sozialbindung.
Wenn unter Sabine Nallinger die Stadt München künftig genau so, wie zwischen den beiden Weltkriegen selbst massiv Wohnungen bauen würde, wäre das ein Segen für die Münchnerinnen und Münchner.
Hep Monatseder irrt ganz gewaltig, wenn er dieses langfristige Vorhaben nicht für finanzierbar hält, denn ebenso wie private Bauherren kann die Stadt den Wohnungsbau bei geringem oder auch ohne Eigenkapital mit Hilfe von Hypotheken bewerkstelligen, die sich allein durch die Mieteinnahmen abzahlen werden.

Zu Christiane Lassnik kann ich nur sagen, wenn Dir Herz, Verstand und Humor für eine Oberbürgermeisterin oder auf jeden Fall für eine Bürgermeisterin ausreichen, brauchen wir nicht noch 6 Jahre zu warten.
Christiane Lassnik, Donnerstag, den 12. Juli 2012:
Ich begrüße sehr, dass sich eine Frau zur Wahl der Oberbürgermeisterin stellt, wünsche mir aber, dass die Grünen die Jahre bis spätestens zur übernächsten OB-Wahl intensiv dazu nutzen eine Kandidatin mit Herz, Verstand und Humor zu finden!
Spangler,Philipp, Mittwoch, den 11. Juli 2012:
Mir hat diese Veranstalltung sehr gut gefallen
Alfred Mayer, Dienstag, den 10. Juli 2012:
                                  

Die Moderatorin hatte den Auftrag, nur Fragen zuzulassen und damit jede  Meinungsäußerung aus dem Publikum
zu unterbinden, tierisch ernst genommen. Schade, zumal wir nach dem
Wortlaut der Einladung den Kandidierenden ja auf den Zahl fühlen sollten und uns versprochen war, mit den Kandidaten ins Gespräch zu kommen. Anregungen waren laut Einladung ausdrücklich erwünscht. Wir sollten uns einbringen.

Fragen konnten aber nicht entwickelt werden Wenn nicht schon nach dem ersten Satz ein Fragezeichen stand, schaltete sich die Moderatorin schon  miunter recht langatmig ein.

Anregungenj waren letztlich nur schriftlich auf kleinen Zetteln und Karten möglich, die dann in äußerster Knappheit eher erwähnt als bekannt   gemacht wurden.ü

Das kulturelle Rahmenprogramm wurde diesmal ans
äußerste Ende geschoben, als nur noch diejenigen da waren, die Funktionen hatten oder sich in der Anstandspflicht sahen, die Künstler nicht vor einem leeren Saal agieren zu lassen.
Ehe sie schließlich einfach abserviert wurden, zeigten sie genial zeitkritisches Improvisationstheater, nahtlos passend zur derzeitigen Literatur, Malerei, Bildhauerei, Architektur und Musik, die sich sinnentleert auf die virtuose Banalisierung aller Lebensbereiche zurückgezogen haben.        


Im Blick auf die Kandidierenden frage ich mich, wieviel
 Altersweisheit und reiche Erfahrung, was alles leider leider nicht zu verwirklichen ist, kann das Amt eines gruenen OB oder Bürgermeisters in den nächsten 8 Jahren
vertragen. Die Gründer der Grünen mit der Idee des Rotationsprinzips verstehe ich immer mehr.

Was bringt der Bekanntheitsgrad bei dem
bisherigen Stimmanteil des des damals auch schon sehr bekannten grünen OB-Kandidaten von 3,4 %. Hätte ein nicht so bekannter Kandidat wirklich noch weniger bekommen  ?        

Ich wünsche mir einen Kandidaten oder eine Kandidatin, der oder die das Potential von  20 % verspricht, jedenfalls gleich viel Stimmen wie die Partei.
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Dienstag, 21. Mai 2013
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